Telefon 143 mit viel mehr Hilferufen

KANTON ST. GALLEN. Die Nachfrage nach einem anonymen Gespräch mit Telefon 143 ist im vergangenen Jahr markant gestiegen. Wurden in den beiden Jahren zuvor zwischen 10 000 und 11 000 Gespräche geführt, ist die Zahl der geführten Gespräche 2014 auf knapp 13 000 angestiegen.

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KANTON ST. GALLEN. Die Nachfrage nach einem anonymen Gespräch mit Telefon 143 ist im vergangenen Jahr markant gestiegen. Wurden in den beiden Jahren zuvor zwischen 10 000 und 11 000 Gespräche geführt, ist die Zahl der geführten Gespräche 2014 auf knapp 13 000 angestiegen. Die Zunahme ist auf circa zehn Prozent mehr Erstanrufer und eine steigende Anzahl Anrufe psychisch erkrankter Menschen zurückzuführen. Das geht aus einer Medienmitteilung der Organisation hervor.

Die Gesprächsthemen werden statistisch erfasst, wobei pro Gespräch bis zu drei Gesprächsthemen genannt werden können. Die «Rangliste» zeigt eindrücklich, dass neben der Themen rund um psychische Beeinträchtigungen und Alltagsbewältigung (total 38%) auch Beziehungsthemen in allgemeiner Form, in der Familie und in der Paarbeziehung im Vordergrund stehen (24,8%). Dabei machten Beziehungsthemen mehr als ein Viertel aus. Ebenfalls bemerkenswert ist die Zahl derjenigen, die aus Einsamkeit anrufen. Jeder zehnte Anrufer ist einsam. In 1,8% der Gespräche ging es explizit um Suizid. (wo)

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