Teamgeist und gutes Klima bei Werdenberger Bienenzüchtern

GRABS. 57 Mitglieder und mehrere Gäste, darunter Gemeindepräsident Rudolf Lippuner, besuchten am Montagabend im Restaurant Schäfli, Grabs, die Hauptversammlung mit Imbiss des Bienenzüchtervereins Werdenberg.

Hansruedi Rohrer
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GRABS. 57 Mitglieder und mehrere Gäste, darunter Gemeindepräsident Rudolf Lippuner, besuchten am Montagabend im Restaurant Schäfli, Grabs, die Hauptversammlung mit Imbiss des Bienenzüchtervereins Werdenberg.

Präsident Max Meinherz blickte im Jahresbericht auf das vergangene Jahr zurück, welches mit der erfreulichen Tatsache begann, dass die Gemeinden ihre Beiträge pro Bienenvolk auf zehn Franken anhoben. Der Präsident erwähnte auch die spannenden Referate, die als Weiterbildung dienten, sagte aber auch, dass das Bienenjahr 2013 aussergewöhnlich und spektakulär war. Die Frühlingsernten waren sehr gering, aber Anfang Juli setzte dank langer Schönwetterperiode eine reiche Waldtracht ein. Die Bienen füllten jede Zelle und waren froh um grosszügigen Raum. Diese Waldhonigtracht habe es schliesslich nicht zugelassen, dass die gut vorbereitete, gemeinsame Varroa-Milben-Behandlung durchgeführt werden konnte, sagte der Präsident.

Sauerbrut

Die Sauerbrut beschäftigte die Bienenzüchter auch im vergangenen Jahr. 50 befallene Völker mussten abgeschwefelt werden, betroffen waren 17 Imker. Im zeitigen Frühjahr 2014 wolle man die Völker genau und seriös kontrollieren und danach in regelmässigen Abständen Nachkontrollen vornehmen, sagte Max Meinherz.

Am Beispiel der Wiga habe es sich gezeigt, dass durch regelmässige Medienpräsenz die Bevölkerung für das Thema Bienen sensibilisiert würde, man sei teilweise sehr besorgt um deren Zukunft, meinte Max Meinherz. Und er stellte auch fest, dass bei den Jung-Imkern ein ausgezeichneter Teamgeist herrscht. «Es ist eine motivierte Truppe, da werden einige sehr gute Imker zu uns stossen.» Der Präsident lobte aber alle Kolleginnen und Kollegen für ihr grosses Engagement. Auch bei unterschiedlichen Meinungen würde man stets eine gemeinsame Lösung finden.

Zuchtberater Werner Walker, Betriebsprüfer Klaus van der Heyde, Betriebsberater Hanspeter Hagmann und Bieneninspektor Lorenz Huber schilderten ihre Ressortätigkeiten.

Drei Austritten stehen 16 Neu-Eintritte gegenüber. Beim Punkt «Ehrungen» erhielt Balser Fried Applaus für seine ausserordentlichen Leistungen zum Erhalt der Dunklen Biene. In Abwesenheit wurden auch Christian Zogg, Grabserberg, für 65 Jahre Vereinsmitgliedschaft und Dora Enzmann, Azmoos, für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Im Anschluss an die Hauptversammlung referierte der Imker und Züchter Reto Soland aus Twann über die Königinnenzucht heute und in Zukunft.