Tarmed gilt für sämtliche Ärzte

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Vaduz Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat am Dienstag einen Bericht zur Abänderung des Gesetzes über die Krankenversicherung (KVG) in die Vernehmlassung geschickt. Sie betrifft die Verpflichtung sämtlicher Ärzte in Liechtenstein, bei der Behandlung eines Patienten im Rahmen der erweiterten OKP (obligatorische Krankenpflegeversicherung) den Tarmed als Tarifstruktur anzuwenden. Nicht-OKP-Vertragsärzte bleiben aber in der Anwendung des Taxpunktwertes frei.

Eine weitere Anpassung am KVG betrifft die Besetzung von Stellen im Rahmen der Bedarfsplanung. Diese erfolgt heute von der Ärztekammer und vom Krankenkassenverband gemeinsam, was auch künftig anzustreben sei. Können sie sich nicht einigen, was kürzlich zweimal der Fall war, verhindere das eine zeitgerechte Stellenbesetzung, so die Regierung. Das habe jüngst zu Engpässen in der gynäkologischen Versorgung geführt. Um solches zu vermeiden, möchte die Regierung die Möglichkeit erhalten, Stellenbesetzungen ersatzweise vorzunehmen, wenn sich die Verbände nicht einigen können. (ts)