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Talent ist nötig, um Talente zu erkennen

Nach den Referaten fand zum Thema Talente eine Podiumsdiskussion statt, bei der fünf Gesprächsteilnehmer freimütig ihre persönlichen Ansichten zum Thema Talente zum besten gaben.
Heidy Beyeler
Die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion an der Wirtschaftstagung (von links): Gilbert Gress, Martin Sulser, Simon Ammann, Hubert Hürlimann und Thomas Bräm. (Bilder: Heini Schwendener)

Die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion an der Wirtschaftstagung (von links): Gilbert Gress, Martin Sulser, Simon Ammann, Hubert Hürlimann und Thomas Bräm. (Bilder: Heini Schwendener)

An der Diskussion auf dem Podium, welche Moderatorin Claudia Eggenberger leitete, nahmen die Referenten Gilbert Gress, Simon Ammann und Thomas Bräm sowie Martin Sulser, Präsident und CEO Lippuner Energie und Metallbautechnik AG, Grabs, sowie Hubert Hürlimann, Lukashaus Grabs, teil.

Die Moderatorin stieg mit folgenden Worten in die Diskussion ein: «Wenn wir schon beim Thema über Menschen mit Handicaps sind, Herr Hürlimann, wie sehen Sie das mit den Talenten im Lukashaus?» «Es geht vor allem darum, Menschen wahrzunehmen», sagte er.

Förderung des Nachwuchses im Unternehmen

Hürlimann nannte ein Beispiel: «Bei uns hat sich eine junge Frau von 16 Jahren gemeldet. Ihr Handicap waren die laut Stellwerktest sehr schlechten Ergebnisse. Wir empfahlen ihr, aufgrund der schlechten Deutschkenntnisse es mit einem Brückenangebot zu versuchen und daran zu arbeiten. Sie hatte Erfolg, freute sich, dass sie in der Hauswirtschaft arbeiten durfte und besuchte den Deutschunterricht.

Danach fing sie die zweijährige Attestlehre an und legte sich voll motiviert ins Zeug, so dass sie in der Folge auch noch die dreijährige Lehre absolvieren konnte. Jetzt ist sie eine beliebte Mitarbeiterin in der Klinik Walenstadtberg.» Hier ging es darum, zu erkennen, dass der Mensch etwas kann und wo seine Stärken liegen. Die Intelligenz könne auch wachsen. Das zu erkennen sei wesentlich. Die Frage an Martin Sulser, wie er im Unternehmen mit rund 40 Lernenden deren speziellen Talente fördere, meinte er: «Wichtig ist, dass man die Talente kennt und diesen auch Raum bietet.» Um ein kleines Team leiten zu können sei Sozialkompetenz und Vorbildfunktion wichtig. «Ausbildner müssen in der Lage sein, die jungen Leute anzuleiten, aber auch loslassen zu können und zu delegieren.» Nur so sei es möglich zu beobachten, wo Fähigkeiten der Lernenden lägen. Lippuner hat zur Förderung der Mitarbeitenden die Zukunftswerkstatt installiert. Dieses Gefäss ist völlig unabhängig. Auch aussergewöhnliche Vorschläge können dort eingebracht werden, die über die Aufgaben und Strukturen des Teams hinaus gehen. «Wenn jemand eine Idee hat, die als gut und förderungswürdig angesehen wird, dann sind wir auch bereit, in diese Idee zu investieren und ganz zentral zu fördern.

Die Gesprächspartner und ihre Talente

Martin Sulser sagt von sich, dass er in vielen Bereichen irgendwie talentiert sei. «Vielleicht ist gerade dies mein Talent, dass ich – ausser bei der Musik – eigentlich überall mitmachen kann. Die Definition von Talent bedeutet Fähigkeiten zu besitzen, die über dem Durchschnitt liegen.» Natürlich komme es darauf an, wo der Durchschnitt liege. Falls er tief ist, dann sei man relativ schnell ein Talent.

Von Gilbert Gress habe sie erfahren, dass er ein talentierter Kartenspieler sei, sagte die Moderatorin und fragte ihn, bei welchem Kartenspiel das denn der Fall sei? «Beim Fussball», sagte er mit einem Lächeln, worauf das Publikum lachte. Simon Amman kann nur mit einem kleinen Talent aufwarten. Wenn er mit seiner Frau zum Essen in ein Restaurant geht, wählt er jeweils für sich das, was seine Frau gern hat. «Das ist immer so und ständig müssen wir dann die Teller tauschen.» Klare Vorstellungen von seinen Talenten hat Hubert Hürlimann. «Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich das Malen und Zeichnen ausbauen. Beim Sport kann ich nicht mithalten. Dort liegt mein Talent beim Après-Ski.»

Bei Thomas Bräm steht das Talent noch auf wackligen Beinen. «Ich habe letztens zum ersten Mal einen dicken Stumpen und eine lange Zigarre geraucht und dann ist es mir total schlecht geworden.» Er sei wohl etwas zu hoch eingestiegen. Aber das werde er über kurz oder lang üben.

Ex-Miss Schweiz und Schauspielerin Nadine Vincens.

Ex-Miss Schweiz und Schauspielerin Nadine Vincens.

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