SYNCHRONSCHWIMMEN: Vivienne Koch: «Wir können es besser»

13 Podestplätze erreichte der SC Flös Buchs an den Regionalmeisterschaften, welche im heimischen Hallenbad zur Austragung kamen. Wichtiger als die Medaillen sind aber die Erkenntnisse, dass Potenzial ebenso vorhanden ist wie noch Luft nach oben.

Robert Kucera
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Vivienne Koch vom SC Flös weiss, dass sie mehr drauf hat als das, was sie an den Regionalmeisterschaften gezeigt hat. (Bilder: Robert Kucera)

Vivienne Koch vom SC Flös weiss, dass sie mehr drauf hat als das, was sie an den Regionalmeisterschaften gezeigt hat. (Bilder: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Überragend war die Jugend I des SC Flös mit Vivienne Koch und Lara Mechnig. In der Kategorie Elite erschwammen sich die beiden sechs Medaillen: Im Duett gab es Gold, mit dem Team Silber und im Solo, bestehend aus je einem Pflicht- und Finalwettkampf mit Kür, gewann Mechnig zweimal, Koch klassierte sich jeweils direkt hinter ihr. Daneben sorgte das zweite Duett mit Dominique Eggenberger und Lea Wieland für eine bronzene Auszeichnung.

Trainerin Alessandra Mauri ortet aber besonders im Duett Mechnig/Koch noch viel Luft nach oben. «Sie können es viel besser.» Ausserdem ist ihr aufgefallen, dass nach den ersten Wettkämpfen der Regionalmeisterschaften die Konzentration abhanden kam. Da gibt es gemäss Mauri nur ein Rezept: «Mehr Wettkämpfe bestreiten.» Mit jedem Auftritt wird nicht nur die Erfahrung grösser, es wirkt sich auch positiv aufs Konzentrationsvermögen aus.

«Das war ein sehr guter Start»

Doch auch die jüngeren Flöser Synchronschwimmerinnen sahen das Siegertreppchen nicht bloss aus der Ferne. In der Kategorie Junioren sicherte sich das Team Jugend II Silber, im Duett (Ladina Lippuner, Leila Marxer, Ersatz Vanessa Meyer) gab es Bronze. «Sie haben einen guten Wettkampf bestritten», urteilt die Trainerin Diana Minisini. Für sie ist es absolut in Ordnung, dass es noch einiges zu verbessern gibt. «Es war der erste Wettkampf der Saison. Man kann noch nicht auf dem Höhepunkt sein.» Doch sie betont: «Das war ein sehr guter Start.»

Auch die Jugend III überzeugte im Teambewerb der Kategorie Nachwuchs mit Platz zwei. Bronze sicherten sich im Duett Moira Capozzi, Jael Hollenstein und Ersatz Hanna Covic. Ausserdem gewann im Solo-Wettkampf Angèlique Camenisch Torres nach Platz fünf in der Pflicht dank einer starken Kür Silber. Die jüngsten Flöserinnen gingen ebenfalls nicht leer aus. Sie durften sich über Team-Silber in der Sparte Novizen freuen. Trainerin Deborah Jütz hat bei beiden Teams viel Potenzial geortet, das sie an den Regionalmeisterschaften aber noch nicht abrufen konnten. Besonders bei den Jüngsten war die Nervosität gross. Das ganze Drumherum mit Zuschauern und Punkterichtern war wohl des Guten zu viel. Dass es die Jugend IV besser kann, zeigt sich jeweils im Training. Abschliessend hält Mauri fest, dass der Wettkampf wichtig war, die gesamte Länge und Breite des Schwimmbeckens endlich mal auszunutzen. In den Trainings sei dies jeweils nicht möglich.

Die wichtigen Wettkämpfe kommen erst noch

Für Vivienne Koch stellen die Regionalmeisterschaften nur eine Zwischenstation dar. Schweizer Meisterschaften und Qualifikationen für internationale Grossanlässe stehen bei der Grabserin im Fokus. So erstaunt es nicht, dass sie die absolute Bestleistung nicht abrufen konnte. «Dies geschah aber nicht gewollt», erklärt die Grabserin. Mit der Solo-Vorführung war sie zufrieden, «im Team haben wir es auch gut gemacht.» Kritisch beäugt sie das Duett mit Lara Mechnig. «Wir können es besser. Wir waren zu wenig konzentriert und haben zu wenig gekämpft.» Dass es trotzdem zu Rang eins gereicht hat, ist für die ehrgeizige Synchronschwimmerin kein Grund für Freudensprünge. Sie will, um gute Resultate erzielen, auch gute Leistungen zeigen.

Doch Koch ist gewillt, wenns drauf ankommt, alles zu geben und die bestmögliche Leistung abzurufen. Sie trainiert in der Woche 25 Stunden – was auch nötig ist, wenn sie im Juli in Budapest an der WM teilnehmen will. Ihr Ziel ist es, nächstes Jahr, wenn sie keine Juniorin mehr ist, bei der Elite Fuss zu fassen und die Schweiz bei den grossen Meisterschaften zu vertreten.