Swarovski baut wegen Kostendruck 130 Stellen in Liechtenstein ab

TRIESEN. Die Swarovski AG reagiert auf den Kostendruck am Standort Triesen. Die Produktion wird nach Serbien verlagert, was einen deutlichen Stellenabbau zur Folge hat. Rund 130 Mitarbeiter sind von der Massnahme betroffen.

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TRIESEN. Die Swarovski AG reagiert auf den Kostendruck am Standort Triesen. Die Produktion wird nach Serbien verlagert, was einen deutlichen Stellenabbau zur Folge hat. Rund 130 Mitarbeiter sind von der Massnahme betroffen.

Verschärft durch Wechselkurs

Die Firma sieht sich seit Jahren mit einem stetig grösser werdenden Kostendruck konfrontiert, der durch die Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses noch verschärft worden ist, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Deshalb sollen die manuelle Serien-Fertigungsaktivitäten, sprich die Kleberei am Liechtensteiner Standort eingestellt werden. Im Laufe des zweiten Quartals im kommenden Jahr wird demnach die Kleberei von Triesen nach Serbien verlagert.

Neue Pläne für 80 Stellen

Wie Swarovski schreibt, sollen gleichzeitig bis zu 80 neue Arbeitsplätze in Triesen entstehen, da der Standort in Zukunft eine breitere Verantwortung im sogenannten globalen Supply-Chain-Management des Unternehmens einnehmen werde. Die neuen Stellen sollen in erster Linie mit den betroffenen Produktionsmitarbeitern besetzt werden. Angestellte, für die keine betriebsinterne Lösung gefunden werden kann, werde Swarovski laut Mitteilung persönlich betreuen, «bei der Suche nach neuen Aufgaben unterstützen und einen Sozialplan erstellen, der weit über die üblichen Standards hinausgeht». (wo)