SVP St. Margrethen stellt Moslems an den Pranger

ST. MARGRETHEN. Im Kampf gegen die Moslems hat die SVP St. Margrethen offenbar eine neue Waffe entdeckt: die Fotokamera. Als SVP-Vizepräsident Fabian Herter in Strandbad eine Frau im Burkini entdeckte, zückte er kurzerhand das Smartphone.

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ST. MARGRETHEN. Im Kampf gegen die Moslems hat die SVP St. Margrethen offenbar eine neue Waffe entdeckt: die Fotokamera. Als SVP-Vizepräsident Fabian Herter in Strandbad eine Frau im Burkini entdeckte, zückte er kurzerhand das Smartphone. Die Ganzkörperverschleierung in der Badi sei ein klares Zeichen für Extremismus und zeige, dass sich die Frau nicht integrieren wolle, sagte er gegenüber «20 Minuten».

Am Tag darauf gibt sich Herter zerknirscht: Die Veröffentlichung des Fotos habe nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Unserer Zeitung verweigert er weitere Informationen.

Den Bademeister des Strandbades in St. Margrethen ärgerte nämlich nicht die badende Frau im Burkini, sondern dass Gäste ohne deren Erlaubnis fotografiert würden. «Das grenzt an Stalking.»

Gemeindepräsident Reto Friedauer bestätigt auf Anfrage: Filmen und Fotografieren in der Badi sei verboten. «Dies ist in der Badeordnung explizit festgehalten.» Die Gemeinde werde den Fall rechtlich beurteilen und denke über Konsequenzen nach. Kleideranweisungen gebe es in der geltenden Badeordnung hingegen keine. Auf die Badesaison 2016 werde man allfällige Änderungen prüfen. (nh)