SVP bildet vor den Wahlen eine Landwirtschaftsgruppe

REGION. Um die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern in Zukunft noch besser vertreten zu können, hat sich innerhalb der SVP des Kantons St. Gallen eine Landwirtschaftsgruppe gebildet. Daran beteiligen sich gemäss einer Medienmitteilung der Partei auch Exponenten aus dem Werdenberg und Toggenburg.

Drucken
Teilen

REGION. Um die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern in Zukunft noch besser vertreten zu können, hat sich innerhalb der SVP des Kantons St. Gallen eine Landwirtschaftsgruppe gebildet. Daran beteiligen sich gemäss einer Medienmitteilung der Partei auch Exponenten aus dem Werdenberg und Toggenburg.

Die Landwirtschaftsgruppe der SVP will verschiedene Themen, welche die Bauern betreffen, aufnehmen und frühzeitig diskutieren. Die Gruppe setzt sich insbesondere für die produzierende Landwirtschaft ein. Präsidiert wird die neu geschaffene Landwirtschaftsgruppe durch Kantonsrat Walter Freund, Meisterlandwirt, aus Eichberg. Im Gründungskomitee wirken Bauern aus sämtlichen acht Wahlkreisen mit. Es sind dies Nationalrat Toni Brunner, Kreis Toggenburg, Hans Rohrer aus dem Kreis Werdenberg, Parlamentsmitglied Alois Künzle aus Gossau für den Kreis St. Gallen, Kantonsrat Peter Kuster, Kreis Rheintal, Walter Mäder jun., Kreis Rorschach, Kantonsrat Karl Schweizer, Kreis Wil, Gemeinderat Renato Truniger, Kreis Toggenburg, Franz Wachter, Kreis Sarganserland, sowie die Kantonsräte Christian Rüegg und Sepp Zahner beide Kreis See-Gaster.

Interessen gezielter bündeln

Die SVP-Landwirte haben sich zu einer kantonalen Landwirtschaftsgruppe zusammengeschlossen, weil es ihnen ein Bedürfnis ist, die Interessenvertretung gezielter zu bündeln und ihre Anliegen einer breiten Bevölkerung mitzuteilen. Die SVP-Landwirte stehen ein für produzierende, bäuerliche Familienbetriebe und wollen freie Bauern, die unternehmerisch wirken können und nicht «ständig durch neue Reglementierungen, mehr Bürokratie und Kontrollen belastet werden», heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Für die SVP-Bauern gibt es nicht den Bauern oder den Betrieb. Die Landwirtschaftsgruppe der SVP stehe sowohl zu den Berg- als auch den Talbauern, zu den Haupterwerbsbetrieben genauso wie zu den Nebenerwerbsbetrieben. Hauptauftrag solle die Produktion von gesunden und natürlichen Nahrungsmitteln für die hiesige Bevölkerung sein. Dazu benötigten die Bauern genügend Produktionsflächen. Die SVP-Bauern wollen der zunehmenden Extensivierung auf fruchtbaren Böden Einhalt gebieten. Für Renaturierungen von Flüssen dürfe nicht immer noch mehr wertvollstes Kulturland geopfert werden.

Korrekturen gefordert

Die Landwirtschaftsgruppe hat verschiedene Forderungen an eine Korrektur der aktuellen Landwirtschaftspolitik. So sollen die Direktzahlungen künftig so ausgestaltet werden, dass die Produktion gegenüber der Ökologie und Extensivierung wieder aufgewertet werde. Auch soll eine bessere und flexiblere Nutzung der bestehenden Bauten in der Landwirtschaftszone ermöglicht und gefördert werden, teilt die Partei weiter mit. (pd)

Aktuelle Nachrichten