Streicheln als Attraktion

Sowohl bei der Kleintierausstellung im Unterdorf als auch bei der Rassenschau auf dem Marktplatz in Grabs bekamen die Tiere viele Streicheleinheiten – nicht nur von den Kindern.

Hanspeter Thurnherr
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Die landwirtschaftliche Rassenschau auf dem Grabser Marktplatz war wie erwartet ein grosser Anziehungspunkt für Familien. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die landwirtschaftliche Rassenschau auf dem Grabser Marktplatz war wie erwartet ein grosser Anziehungspunkt für Familien. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

GRABS. Der Anlass «Tierisch Grabs» im Rahmen des 1400-Jahr-Jubiläums hielt, was er im Vorfeld versprochen hatte. Es war ein richtiges Erlebnis für die ganze Familie, das gross und klein viele Begegnungen auf Augenhöhe mit den verschiedenen Tieren brachte.

Zum Auftakt genossen gestern Sonntag mehr als 140 Personen – darunter etwa 40 Kinder – in der Mehrzweckhalle Unterdorf den reichhaltigen Jubiläumsbrunch der Landfrauen. So gestärkt konnte gleich nebenan die Kleintierausstellung des Ornithologischen Vereins (OV) besucht werden.

Tiere des Waldes zu Besuch

Sehr zur Freude der kleinen Besucher gab es dabei eine grosse Vielfalt an Hühnern, Enten, Gänsen, und Kaninchen aller Farben und Schattierungen in ihren grosszügig gestalteten Gehegen zu sehen. Ein besonderer Anziehungspunkt waren die Küken und die weiteren Jungtiere.

Die Abteilung Natur- und Vogelschutz des OV Grabs hatte auf der Bühne eine attraktiv gestaltete Ausstellung über die Tiere des Waldes aufgebaut. Da begegneten sich buchstäblich Fuchs, Dachs und Hase. Aber auch die verschiedenen Vogelarten wurden gezeigt – natürlich waren es ausgestopfte Tiere. Denn so leicht wie die Kleintiere der Abteilungen Geflügel oder Kaninchen lassen sich die Waldtiere nicht halten und züchten.

Kühe und Geissen im Festzelt

Auf dem Marktplatz zeigten die Rindviehhalter zusammen mit den Geiss- und Schafzüchtern in einer besonderen Schau die verschiedenen Rassen, die in Grabs gezüchtet und gehalten werden. Dem Wetter geschuldet, durften sich die Tiere für einmal sogar im Festzelt präsentieren.

Nebst bekannten Rassen wie Braunvieh, Toggenburger Geiss oder Grabser Schaf, zeigte es sich, dass auch «exotischere» Rassen wie etwa Tiroler Grauvieh, Jersey oder Galloway und Hinterwälder, Bündner Strahlenziegen, oder Saanengeissen inzwischen in Grabs eine Heimat gefunden haben. Damit beweisen die Grabser Landwirte, dass sie alles andere als hinterwäldlerisch sind, wie es vielleicht der Name der Viehrasse suggerieren könnte. • LOKAL 5

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