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Stolpert Lyoness über das Sponsoring bei Rapid?

Buchs Bei der Lyoness Loyalty GmbH an der Bahnhofstrasse – einer Firma der nach eigenen Angaben weltweit tätigen Rabatthändler-Gruppe Lyoness – kam es zu drei Rücktritten von hohen Führungspersonen aus dem Umfeld des Lyoness-Gründers Hubert Freidl. Die Einzelprokura des Österreichers Alexander Lerch erlosch ebenso wie jene seines Landsmanns Werner Kaiser und des Slowenen Boris Lesjak. Interessant ist dies deshalb, weil die Lyoness Loyalty jene Firma ist, die einen Sponsoringvertrag mit dem österreichischen Fussballclub Rapid Wien abschloss. Dieser Vertrag läuft fünf Jahre und beinhaltet gemäss österreichischen Quellen eine Summe von 9 Millionen Euro.

Wichtiger Satz im Geschäftsbericht fehlt

Beobachter bezweifeln, ob die Lyoness Loyalty in der Lage ist, der Verpflichtung nachzukommen. Denn ihr Gesellschaftskapital beträgt nur 20000 Franken. Woher das Geld bei Lyoness kommt, ist nicht nachvollziehbar, da die Firma offenbar nicht einmal Gerichten Einblick in ihre Akten gibt, wie dies ein aktueller Fall in Norwegen zeigt. Jedenfalls fehlt im Geschäftsbericht von Rapid vom 30. Juni der wichtige, sonst übliche Satz: «Aufgrund der bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnisse waren wir in der Lage, die erforderlichen Bestätigungsvermerke in den Jahresabschlussberichten zu erteilen.» Auf den Leibchen der Wiener Kicker prangt auch nicht mehr der Schriftzug Lyoness, sondern «cb Cashback World», der neue Name für die Lyoness-Rabattkarte. «Lyoness» dürfte den Bossen von Rapid oder von Lyoness zu heiss geworden sein.

Lyoness mit ihren verschiedenen Holding-, Tochter- und Ländergesellschaften bezeichnet sich als Rabatthändlerin. Doch gemäss einem rechtskräftig gewordenen Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 23. Februar dieses Jahres betreibt sie auch ein illegales Schneeballsystem. Inzwischen ist Lyoness in mehreren Urteilen in Österreich und der Schweiz zur Rückzahlung von einbezahlten Geldern verurteilt worden. Denn Lyoness bot unter verschiedenen Bezeichnungen ihren Mitgliedern die Möglichkeit, durch Einzahlungen sich bessere Positionen im Rückvergütungssystem zu erkaufen und durch die Anwerbung von weiteren Anzahlern sich weiter zu verbessern. Doch die versprochenen Vergütungen blieben grösstenteils aus, was zu den angesprochenen Urteilen führte.

«Bürochefin» hat gewechselt

Vor Kurzem ist auch die Liechtensteinerin Ivonne Hasler, welche während mehrerer Jahre in Buchs als Prokuristin das Büro des nach eigenen Angaben weltweit tätigen Rabatthändlers leitete, aus der Firma ausgeschieden. Ihre Unterschriften bei der Holding Lyoness Europe AG, inzwischen in Lyoness International AG umbenannt, sowie der Schweizer Landesgesellschaft Lyoness Suisse GmbH in Steinhausen im Kanton Zug sind im Oktober erloschen. Ihre Nachfolge als «Bürochefin» hat die Österreicherin Belinda Savoy übernommen. Savoy ist Inhaberin der Zweigniederlassung Savoy Consulting Buchs, deren Mutterfirma den Sitz in Belgrad hat. Die Firma ist auf Unternehmensberatung, Verwaltung und Rechnungswesen spezialisiert. (ht)

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