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Stolpersteine in den Abstimmungen

Leserbriefe
Peter Rüfenacht, Dorfstrasse 86, 9470 Oberschan

Jeder findet in den drei Abstimmungen vom 24. September Stolpersteine. Jeder, egal ob rechts oder links, egal ob jung oder alt, egal ob informiert oder verführt. Sicher muss unser dreimaliges Ja der Beginn zum Besseren werden. Nein oder gar «mir isch glich» wäre Sterbehilfe für unsere direkte Demokratie…

Peter Rüfenacht, Dorfstrasse 86, 9470 Oberschan

Die FDP und ihre schönen Slogans

Da flattert letzte Woche doch ein Hochglanzprospekt der FDP in die auch mit dem «Keine Werbung»-Etikett versehenen Briefkästen. Nicht nur das ist ärgerlich, noch ärgerlicher ist der Prospekt selbst:

Zunächst wird von Freiheit schwadroniert, die für jene nicht gelten soll, die ihr Leben nicht «selbstbestimmt» gestalten können. Wer wäre das wohl? Mütter, Väter (durch Kinder bestimmt), Alte, Invalide (durch Gebrechen bestimmt), Arme (durch Geldnöte bestimmt) et cetera. Man versteht: Freiheit ist für die Reichen, die zwar «Verantwortung» übernehmen, die Folgen aber die anderen tragen lassen…

Sodann wird Gemeinsinn gelobt. «Freiwilliges Engagement für … stärkt unsere Gemeinschaft». Toll! Frauen in der Schweiz leisten jährlich über 5 Milliarden unbezahlte Arbeitsstunden, generieren damit 180 Milliarden Wertschöpfung – und werden dafür mit ein Jahr späterer Pensionierung «belohnt». Ihre Arbeit in Familie, Pflege von Angehörigen, Invaliden, Behinderten – alles wird ignoriert. Dafür wird die Gleichstellung gegen die Frauen angewendet. Hier wird Sinn für Gemeinheit praktiziert, aber ganz sicher nicht für die Gemeinschaft. Dafür tut die FDP sowieso nie etwas.

Des Weiteren wird in Erinnerung gerufen, was zur Abstimmung ansteht: «Der Bundesrat wollte das heutige Rentenniveau sicher sowie die erste und zweite Säule auf eine stabile Grundlage stellen.» Genau. Wieso konnte der Bundesrat das aber nicht? Ganz einfach, weil die FDP und die SVP dies nicht zuliessen! Sie waren es, die jeden Versuch, mehr Geld für die kommenden geburtenstarken Jahrgänge zu generieren, im Keim erstickten. Die Rechten haben verhindert, dass für die nächsten 20 bis 30 Jahre genügend Geld zur Rentensicherung vorhanden ist und – wenn wieder ein Gleichgewicht eingetreten ist – die Mehrbelastung zurückgefahren wird. Die FDP hat zum Ziel, die AHV an die Wand zu fahren, damit die privaten Rentenversicherungsfirmen entsprechende Renditen auf dem Buckel jener einfahren, die ihre Pensionskassen nicht beim Staat haben. Man sehe sich mal die Mandate von FDP-Nationalräten an, dann versteht man.

Schliesslich ist es nicht die Schuld des Bundesrates, dass es immer mehr Rentner gibt. Aber es ist die Schuld der Rechten mit ihrer Mehrheit im Parlament, die jede Sicherung der Renten abwürgen, wenn die AHV den Bach runter geht. Die 70 Franken zum Problem zu machen, ist heuchlerisch, weil keiner der FDP-Rentner darauf verzichtet, obwohl sie sie gar nicht brauchen. Aber die Frauen mit ihrer Minimal-AHV, die brauchen die 70 Franken dringend! Aber das sind ja nur Frauen ohne Pensionskasse und die zählen nicht. Selber schuld, warum haben sie auch Kinder grossgezogen! (Achtung: Sarkasmus!)

Anita M. Dürr, Schleipfweg 6, 9473 Gams

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