Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

STIFTUNG "DENK AN MICH": "Füferli sammeln macht süchtig": Grabser hilft bei verrücktester Spendenaktion der Schweiz mit

Eine Million Fünfräppler sammeln, das ist das Ziel von Brigitte Wettstein. Hanspeter Thurnherr aus Grabs unterstützt sie dabei. Das Sammeln für einen guten Zweck bereitet ihnen nicht nur Freude, es macht sogar süchtig.
Hanspeter Thurnherr übergibt der "Füferli-Fee", Brigitte Wettstein, 2400 Füferli, welche innerhalb eines Monates in der Region gesammelt wurden. Insgesamt wurden in der Schweiz für die Aktion über 293000 Fünfräppler gesammelt. (Bild: Alexandra Gächter)

Hanspeter Thurnherr übergibt der "Füferli-Fee", Brigitte Wettstein, 2400 Füferli, welche innerhalb eines Monates in der Region gesammelt wurden. Insgesamt wurden in der Schweiz für die Aktion über 293000 Fünfräppler gesammelt. (Bild: Alexandra Gächter)

Alexandra Gächter

Ein Spontaneinfall entwickelte sich zu einem ehrgeizigen Ziel: Die Zürcherin Brigitte Wettstein will für die Stiftung "Denk an mich" eine Million Fünfräppler sammeln. Seit der Idee von Brigitte Wettstein sind 1 ½ Jahre vergangen. Mittlerweile sind über 293'000 Fünfräppler eingegangen, was über 14'000 Franken entsprechen.

Etwas mehr als ein halbes Jahr ist es her, seit Hanspeter Thurnherr aus Grabs von der Fünfräppler-Sammelaktion erfuhr. Schnell kam die Ernüchterung: "Wenn ich ein halbes Jahr sammle, dann habe ich vielleicht 200 Füferli. Also entschloss ich mich, 250 Bekannte von mir per Email anzuschreiben mit der Bitte, Füferli zu sammeln und mir zu übergegeben", so Thurnherr. Er erhoffte sich von diesem Schreiben etwa 5000 Fünfräppler. Nach drei Monaten kam die Ernüchterung: "Es harzte mit der Sammlung", so Thurnherr. Und so war Mitte Dezember vergangenen Jahres die Überraschung umso grösser. "Am Grabser Weihnachtsmarkt wurden am Stand des Weltladens und von Solidarität für eine Welt sehr viele Füferli abgegeben." 11'600 Füferli zählte Hanspeter Thurnherr bis Ende 2017, welche er mit Hilfe von Personen aus der Region Werdenberg und Umgebung sammelte. "Offenbar macht das Sammeln meinem Umfeld Spass. Das ist auch richtig. Man soll nicht spenden, weil man ein schlechtes Gewissen hat, sondern weil es Freude macht. Er und Brigitte Wettstein sind sich einig: "Das Füferli-Sammeln macht sogar süchtig."

Fünfräppler persönlich abgeholt

Eine Million Fünfräppler zu sammeln, wäre eigentlich einfach. "Nur jeder achte Einwohner der Schweiz müsste fünf Rappen spenden", sagt Hanspeter Thurnherr. Zwei Haken hat die Sache allerdings: Erstens wissen nicht alle Einwohner der Schweiz von dieser Sammelaktion, und zweitens ist es ein erheblicher logistischer Aufwand, die Füferli zur Stiftung "Denk an mich" zu bringen. Die Fünfräppler mit der Post zu versenden, erachten Brigitte Wettstein und Hanspeter Thurnherr wegen des Portos als keine gute Option.

So beschloss Thurnherr einen Ausflug nach Zürich mit der Übergabe der 11'600 Fünfräppler zu verbinden. In zahlreichen anderen Fällen reiste Brigitte Wettstein mit ihrem Generalabonnement durch die halbe Schweiz, um die Fünfräppler kiloweise bei den Sammlern abzuholen. Die schwerste Füferlispende, welche Wettstein abholte, betrug 21 Kilogramm. Sie stammte von einer Frau, welche seit vielen Jahren Fünfräppler sammelte und beschloss, ihre gesamte Sammlung zu spenden." Nicht nur das Abholen, auch das Zählen und Buchführen der Fünfräppler benötigt viel Zeit. Da die Post einzelne Fünfräppler nicht annimmt, steckt Brigitte Wettstein die Geldstücke in vorgefertigte Rollen, tauscht sie so bei der Post um und überweist den jeweiligen Betrag an die Stiftung "Denk an mich". "Unendlich viele Stunden habe ich dafür bereits investiert. Es gibt Personen, die mich deshalb für verrückt halten, andere nennen mich die Füferli-Fee", so Wettstein.

Ursprünglich wollte Hanspeter Thurnherr bis Ende 2017 sammeln. Die positive Resonanz spornte ihn an, die Aktion zu verlängern. So konnte Brigitte Wettstein kürzlich die Januarspende von 2400 Fünfräpplern aus der Region Werdenberg abholen.

Gesammelte Füferli können bis Ende Jahr bei Hanspeter Thurnherr, Quaderstrasse 10 in Grabs, abgegeben werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.