Steuersünder Uli Hoeness droht heute der Gang ins Gefängnis

MÜNCHEN. Für den Präsidenten des FC Bayern, Uli Hoeness, naht die Stunde der Wahrheit. Das Münchner Landgericht fällt wohl schon heute das Urteil über den prominenten Steuersünder.

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MÜNCHEN. Für den Präsidenten des FC Bayern, Uli Hoeness, naht die Stunde der Wahrheit. Das Münchner Landgericht fällt wohl schon heute das Urteil über den prominenten Steuersünder. Im schlimmsten Fall droht Hoeness eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren, sofern das Gericht einen besonders schweren Fall von Steuerhinterziehung bejahen sollte. Die Kammer geht dabei von einer Steuerschuld von 27,2 Millionen Euro aus – und nicht von den 3,5 Millionen, welche die Staatsanwaltschaft dem Präsidenten des FC Bayern in der Anklage vorgeworfen hatte. Das sagte Richter Rupert Heindl am Mittwoch.

Hoeness' Verteidigung erkennt die Summe widerspruchslos an. «Die Zahlen hält die Verteidigung für sachgerecht, da zweifeln wir nicht dran», sagte Hoeness' Anwalt Hanns W. Feigen. Davon, dass die Selbstanzeige des 62-Jährigen gültig und damit zumindest strafmindernd ist, geht die Verteidigung dennoch aus. «Wenn es zu einer Verurteilung kommt, dann wird auch die Summe der hinterzogenen Steuern eine Rolle spielen», verdeutlichte Gerichtssprecherin Andrea Titz. (sda) • THEMA 15