Steueramnestie in Vaduz

VADUZ. Das Fürstentum Liechtenstein führt eine Steueramnestie nach Schweizer Modell ein. Steuersünder können sich einmal im Leben straffrei selbst anzeigen. Fällig werden dann Nachsteuern für fünf Jahre und ein Verzugszins von derzeit vier Prozent, aber keine Bussen oder Strafzuschläge.

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VADUZ. Das Fürstentum Liechtenstein führt eine Steueramnestie nach Schweizer Modell ein. Steuersünder können sich einmal im Leben straffrei selbst anzeigen. Fällig werden dann Nachsteuern für fünf Jahre und ein Verzugszins von derzeit vier Prozent, aber keine Bussen oder Strafzuschläge.

Zudem können sich Steuersünder bis Ende Jahr mit einem vereinfachten Verfahren selbst anzeigen. Die vom Parlament, dem Landtag, klar verabschiedete Amnestie tritt rückwirkend ab Anfang Januar 2014 in Kraft.

Die Steueramnestie ist in Liechtenstein bereits die zweite nach dem Jahr 2011. Sie spülte 24 Millionen Franken in die Staatskasse. Angesichts des beträchtlichen finanziellen Ertrags und vor dem Hintergrund eines in Schieflage geratenen Staatshaushalts wurden vergangenes Jahr Stimmen laut, die eine zweite, einjährige Amnestie im Jahr 2014 forderten. Als Alternative zu einer ersten, abgelehnten Vorlage der Regierung wurde die nun gewählte Lösung gemäss Schweizer Vorbild ins Gespräch gebracht. (sda)