Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Sterne der Hoffnung

Gedanken zum Feiertag

Die Familienweihnachtsfeier war zu Ende. Durch Kerzenrauchschwaden und Geschenkpapier, das wie Herbstlaub am Boden raschelte, bahnte sich die 14-jährige Anna einen Weg nach draussen. Sie wollte noch einen Moment alleine sein. Sie spürte: Da fehlte noch etwas. Das kann nicht alles gewesen sein. Und so wartete sie alleine auf dem Kartoffelacker auf das Wunder der Heiligen Nacht.

Weihnachten ist atmosphärisch dicht. Es sind Erwar- tungen da. Offene und heim- liche. Vielleicht denkt man nicht an ein Weihnachts- wunder wie Anna. Aber: Wenn nur die gemeinsame Feier gelingt und keine heiklen Themen aufkommen – was ja doch schon ein kleines Wunder wäre … Weihnachten, eine besondere Zeit. Was können wir von ihr erwarten? Gibt es an Weihnachten gute Sterne, die ihr Licht auf uns strahlen lassen?

Der Stern von Bethlehem ist berühmt. Sterndeuter aus dem Osten hatten ihn ungefähr zwei Jahre vor der Geburt Christi entdeckt. Als Gelehrte waren sie fasziniert von diesem aussergewöhnlichen Phänomen am Sternenhimmel. Sie forschten nach, verglichen mit anderen Beobachtungen, diskutierten über mögliche interkonstellare Ursachen der Erscheinung, stiessen auf alte Texte, Profetien, die diesen Stern erwähnen.

Je mehr sie herausfanden, desto grösser wurde ihre Begeisterung. Offensichtlich kamen sie zum Schluss, dass diese Himmelserscheinung die Geburt eines grossen und bedeutenden Königs ankündigte. Der Stern von Bethlehem wurde so etwas wie ein Leitstern ihres Lebens. Die Hoffnung, teilzuhaben an etwas wirklich Bedeutendem, brachte sie in Bewegung. Sie sattelten ihre Kamele und reisten Hunderte von Kilometer, um diesen König zu suchen und ihm zu begegnen.

Die Geburt und die Person von Jesus, dem Messias, ist seit alters mit Hoffnung verbunden. Es ist die Hoffnung, dass Gott eingreift in die herausfordernden Realitäten des menschlichen Lebens, dass er die Menschen hineinnimmt in einen bedeutungsvollen Plan. Für diese Hoffnung steht Weihnachten auch heute. Dass Gott uns in der Person von Jesus Christus dort zu Hilfe kommt, wo wir anstehen, dass er Sinn vermittelt. Wie tut er das? Was ist unsere Rolle dabei?

Gott lässt uns heute Lichter aufgehen. Dass wir im Nachdenken, im Lesen eines Buches, im Satz eines Mitmenschen oder in einem Erlebnis in der Natur zu spüren beginnen: Es könnte sich ja doch noch ein Weg auftun mit dieser herausfordernden Beziehung, mit dieser schwierigen Lebenssituation. Gott hat viele Wege, Hoffnung in uns einzupflanzen. Und er tut es immer wieder. An uns ist es dann, den Hoffnungsfunken aufzunehmen, die Gedanken weiterzuspinnen, zu beten, uns auf den Weg zu machen wie die Sterndeuter. Der Weg mag einiges von uns verlangen.

Die Gelehrten hatten den Stern nicht immer sichtbar vor Augen. Sie verirrten sich, mussten sich durchfragen, reisten weiter, den Hinweisen nach. Und dann stand er plötzlich wieder da in seinem vollen Glanz – so wie auf dem Weg nach Bethlehem in der Weihnachtsgeschichte nach Matthäus: «Als sie den Stern sahen, waren sie überglücklich». Im Glanz des Sterns, gab Gott ihrer Hoffnung neue Kraft, bis sie in der Begegnung mit dem Kind in der Krippe erfüllt wurde.

Hoffnungen können wahr werden. Der Erlöser und König, der damals geboren wurde, der gestorben ist und auferstanden, gibt uns Sterne der Hoffnung und die Kraft, Beziehungen und Situationen neu zu gestalten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.