Steg als Seeuferweg abgelehnt

RORSCHACHERBERG.

Merken
Drucken
Teilen

RORSCHACHERBERG. Eine jahrelange Kontroverse in der Gemeinde ist gestern vorläufig beendet worden: Der Kredit von 3,5 Millionen Franken für einen insgesamt 5,5 Millionen teuren Steg vor dem Neuseeland (Badi Hörnlibuck bis Kopp-Areal zwischen Staad und Rorschach) wurde an der Urne mit 78 Prozent Neinstimmen buchstäblich versenkt. 479 Ja-Stimmen standen 1716 Nein gegenüber, bei einer Stimmbeteiligung von 50,5 Prozent.

Kaum noch Befürworter

Die Ablehnung war, sogar in dieser Deutlichkeit, zu erwarten gewesen: Der Gemeinderat hatte das Projekt gemäss einem Mehrheitsentscheid an der Bürgerversammlung 2013 für einen «schlichten und preiswerten» Fussgängersteg vorgelegt, sich vor der Abstimmung aber selber zurückgehalten. Das Projekt war von den Anwohnern sowie einer Bürgergruppe bekämpft und auch von FDP und SVP abgelehnt worden. Weil es zuletzt gar die Steg-Initianten zurückwiesen und eine eigene, ufernähere Variante ins Spiel brachten, hatte der Betonweg 100 Meter vor dem Ufer keine Chance.

Gemeindepräsident Beat Hirs deutete das klare Resultat gestern als grundsätzliches Votum gegen einen Steg – auch gegen einen günstigeren, ufernäheren. Aus Sicht des Gemeinderates sei ein streckenweise mühsamer, demokratischer Entscheidungsweg vorläufig beendet. Nun sei eine Lösung für Fussgänger zusammen mit dem Veloweg an der Kantonsstrasse zu finden. Das Komitee für einen Seeuferweg mit CVP- und SP-Leuten fordert einen «Neustart», um «den Seeuferzugang als Volksrecht endlich umzusetzen», bestenfalls an einem runden Tisch. (mel)