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ST.: «Zeitplan und Kosten im Griff»

Gallen/Salez Der Einzug in das neue Gebäude der Landwirtschaftlichen Schule in Salez im Herbst 2018 sei sichergestellt, sagt das kantonale Baudepartement. Die Kosten könnten aus heutiger Sicht eingehalten werden.
Thomas Schwizer
Auch an der Südfassade des Neubaus der Landwirtschaftlichen Schule Salez fehlten vergangene Woche die Fenster noch. (Bild: Thomas Schwizer)

Auch an der Südfassade des Neubaus der Landwirtschaftlichen Schule Salez fehlten vergangene Woche die Fenster noch. (Bild: Thomas Schwizer)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Arbeitsbeginn im Mai 2017, Fertigstellung der Gebäudehülle inklusive Fenstern bis Ende Oktober 2017: So lauten die Vorgaben in der Arbeitsausschreibung des Hochbauamtes des Kantons St. Gallen für den Ersatz-Neubau des Landwirtschaftlichen Zentrums in Salez. Tatsächlich fehlen aber aktuell noch immer die Fenster an der Süd- und Nord- und teilweise der Ostfassade, wie ein Augenschein vor Ort zeigt.

Angesichts der massiven Verspätung (siehe Titelseite) erstaunt es, dass das kantonale Hochbauamt dem W&O nun bestätigt, was es schon am 25. Januar 2018 festgestellt hat: Die Bauarbeiten seien insgesamt im Zeitplan, der Bezug des Neubaus wie geplant im Herbst 2018 möglich.

Über die Beschwerde ist noch nicht entschieden

Bei den Kosten geht das Baudepartement «aus heutiger Sicht davon aus, dass der Bau innerhalb des gegebenen Kreditrahmens realisiert werden kann». Mit einem Stimmenanteil von 78 Prozent Ja hat das St. Galler Volk am 28. September 2014 Ja gesagt zum Kredit von 32 Millionen Franken für den Teilabbruch und Ersatzneubau der Schule im Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen in Salez. 700000 davon sollen auf die Sanierung der bestehenden Gebäude entfallen.

Über die Beschwerde der Schweizer Fensterbauer H. Vetsch AG, Scherrer Schreinerei AG, Gawo Gasser AG sowie Huber Fenster AG (siehe Kasten) hat das Verwaltungsgericht nach dem Kenntnisstand des kantonalen Baudepartements übrigens bis heute nicht entschieden. «Wir können selbst keine verlässliche Aussage dazu machen, wie lange das Verfahren noch in Anspruch nehmen wird», teilte vergangene Woche die Kommunikationsverantwortliche Claudia Eugster mit.

«Öffentliches Interesse an Einhaltung des Zeitplans»

Ende April 2017 hatte die St. Galler Regierung die Vergabe des 740000-Franken-Auftrags für die Fenster im Neubau an die Etter Fenstertechnik GmbH aus dem 200 Kilometer entfernten deutschen Rosenfeld publiziert. Am 1. Mai reichten vier Schweizer Fensterbauer dagegen Beschwerde ein. Thomas Vetsch, Geschäftsführer der H. Vetsch AG in Grabs, war Initiant der Beschwerde. Die Beschwerdeführer fordern die Offenlegung der vom Kanton geforderten Produktdeklarationen für Holz und Holzwerkstoffe sowie für Lacke, Farben und andere Beschichtungsstoffe. Sie vermuten, dass solche Deklarationen von der mit dem Fensterbau beauftragten Etter GmbH aus Deutschland nicht abgegeben und im Vergabeentscheid nicht berücksichtigt worden sind (W&O vom 10. Mai 2017).

Das Verwaltungsgericht erteilte am 5. Mai der Beschwerde aufschiebende Wirkung. Am 18. Mai hat dann Verwaltungsgerichtspräsident Beda Eugster die aufschiebende Wirkung entzogen, der Kanton konnte den Vertrag mit der Etter Fenstertechnik unterzeichnen. Das öffentliche Interesse an der Einhaltung des Terminplans hat das Gericht gegenüber den Beschwerdeführern als Grund dafür genannt.

Als weitere Gründe gegen eine aufschiebende Wirkung stellte das Gericht am 18. Mai fest, dass «bei summarischer Betrachtung die Beschwerdefüh- rer den Punkterückstand aus dem Zuschlagskriterium Preis mit der Bewertung der Kriterien Qualität und Referenzen» nicht aufholen könnten. Dass das Hochbauamt als Vergabebehörde im Verfahren «teilweise in vergaberechtlich problematischer Weise vorgegangen ist», ändere an diesem Ergebnis nichts Entscheidendes. (ts)

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