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ST.: Zahl der Strafanzeigen wegen Tierhaltungen steigt

Gallen/Unterwasser Halter von Nutztieren müssen mit Kürzungen der Direktzahlungen rechnen, wenn sie gegen das Tierschutzgesetz verstossen. Der Kontrollaufwand wird für den Kanton von Jahr zu Jahr grösser.

Der Aufwand für den Vollzug der Tierschutzgesetzgebung im Kanton St. Gallen hat in den letzten Jahren ständig zugenommen, und mit ihr auch die Zahl der Strafanzeigen. In 136 Fällen hat das zuständige kantonale Amt für Verbraucherschutz- und Veterinärwesen (AVSV) im 2016 mit einer Anzeige nach einer Kontrolle reagiert. Diese Angaben gehen aus einer Antwort der Kantonsregierung auf eine Interpellation des parteilosen Kantonsrates Martin Sailer aus Unterwasser hervor. Unter dem Titel «Tierschutz» hat sich dieser in seinem politischen Vorstoss erkundigt, wie die Lage im Kanton betreffend Tierschutz bei Heim- und Nutztieren ist. Nebst einem generellen Statement hat die Regierung auch Antworten gefunden auf seine Fragen im Detail.

Grund für die Interpellation des Tierfreundes, so bezeichnet sich Martin Sailer in seinem Schreiben selbst, waren die Vorgänge im Fall Hefenhofen im Thurgau (der W&O berichtete).

Bis vor Gericht oder Androhung von Gewalt

Die Kontrollorganisation des AVSV führt jährlich im Schnitt 700 Kontrollen im Nutztierbereich durch. Diese Kontrollen haben im Jahr 2016 zu 169 Beanstandungen geführt. Die Folge für die Betroffenen: Kürzungen der Direktzahlungen. Im Heimtierbereich finden ausschliesslich Kontrollen aufgrund von Anzeigen aus der Bevölkerung, der Polizei sowie aus Nachkontrollen statt; systematische Kontrollen sind hier hingegen nicht vorgesehen. Insbesondere im Heimtierbereich nehmen die Meldungen zu, nicht zuletzt auch wegen der erhöhten Sensibilität von Bevölkerung und Medien. Ein «unaufhörlicher Trend» bestehe auch darin, dass sich betroffene Personen häufiger rechtlich gegen die Massnahmen der Behörden bis vor Gericht wehren oder gar Gewalt androhen.

Das Spektrum ist gross, wie Zahlen der Regierung zeigen: Gezählt wurden 5200 Nutztierhaltungen, 50 000 Heimtierhaltungen, 28 000 Hundehaltungen, 400 Alpbetriebe, 190 Wildtierhaltungen, 70 Tierheime, 32 Zoofachgeschäfte, vier Wildparks/Zoos sowie zwei Tierversuchshaltungen. Das AVSV stehen zur Abdeckung rund 400 Stellenprozente zur Verfügung. (ab)

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