St. Galler Jäger bildeten sich weiter

Kürzlich konnte der Kursleiter Noldi Rossi, Präsident der Aus- und Weiterbildungskommission von Revierjagd St. Gallen, über 40 Kursteilnehmer zum Tageskurs über Wildbrethygiene im Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez begrüssen.

Merken
Drucken
Teilen
Vier Tierärzte, darunter auch der Gamser Risch Cantieni, vermittelten den Jägern Theorie und Praxis. (Bild: pd)

Vier Tierärzte, darunter auch der Gamser Risch Cantieni, vermittelten den Jägern Theorie und Praxis. (Bild: pd)

SALEZ. Der Hörsaal des Landwirtschaftlichen Zentrums in Salez füllte sich schnell mit wissbegierigen Jägern. Hier fanden sie mit Schlachtlokal und Kühlzelle mustergültige Bedingungen für den anspruchsvollen und praxisnahen Kurs vor. Kursleiter Noldi Rossi informierte über die anspruchsvollen Ziele. Das Hauptmotto des Tages sei: «Unser hochwertiges Nahrungsmittel: Wild aus unserer Region für unsere Region». Er stellte die Referenten Tobias Obwegeser, amtlicher Tierarzt beider Appenzell, Risch Cantieni, ehemaliger Tierarzt aus Gams, und Romano Pool, Tierarzt aus Uznach, vor. Die kompetenten Tierärzte sind aktive Jäger und Mitglieder der St. Galler Jägervereine See und Gaster und des Werdenbergs.

Tobias Obwegeser teilte sein Referat in zwei Schwerpunkte auf. Im ersten Teil behandelte er das eher trockene Thema gesetzliche Grundlagen. Er verstand es, dies mit praktischen Beispielen aufzulockern. Im zweiten Teil unterstrich er mit aller Deutlichkeit die wichtigsten zehn Punkte der Wildbrethygiene. Diese Gebote stehen in direktem Zusammenhang mit dem Tierschutz, dem Lebensmittelgesetz und den berechtigten Ansprüchen und Forderungen des Konsumenten.

Nach einer Pause ging das Programm mit Tierarzt Romano Pool weiter. Mit seinen ausgezeichneten Fotos brachte er den Jägern Zoonosen, Seuchen und andere Krankheitsursachen näher. Es gelang ihm, die Jäger mit seinen treffenden Aussagen auf die wesentlichen Krankheitsbilder aufmerksam zu machen.

Am Nachmittag ging es zur Postenarbeit. Die praktische Organkunde wurde an verschiedenen Posten vermittelt. An vier Tischen konnten die Kursteilnehmer die Innereien berühren, ertasten, riechen und begutachten. Hier stiess auch Adrian Schweizer, Tierarzt und Jäger aus Gams, dazu. Die vier Spezialisten brachten den Kursteilnehmern anschaulich die Unterschiede von gesunden und erkrankten Organen bei.

Nach einer kurzen Pause vermittelte Noldi Rossi im Hörsaal. den Stoff der Vermarktung. Im Anschluss wurde das vermittelte Wissen mit einem schriftlichen Examen überprüft, wobei alle Prüflinge mit Erfolg abschliessen konnten. Mit folgendem Fazit schloss Noldi Rossi den Tageskurs Wildbrethygiene in Salez: «Uns St. Galler Jägern ist es das wichtigste Anliegen, unser heimisches Wild dem Konsumenten frisch, schmackhaft, gesund und als kulinarischen Leckerbissen anzubieten.» (pd)