St. Gallen will Kesb optimieren

Eine externe Untersuchung bescheinigt der Kesb differenziertes und verhältnismässiges Handeln. Allerdings bestehe Optimierungspotenzial.

Richard Clavadetscher
Drucken
Teilen

ST. GALLEN. Die St. Galler Regierung hat die Arbeit der Kinder– und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) von einer renommierten externen Beratungsfirma untersuchen lassen.

Das Ergebnis ist insgesamt positiv. Der neuen Behörde wird differenziertes und verhältnismässiges Handeln attestiert. Auch seien die Kosten im Vergleich zum alten Regime nicht angestiegen. Weiter ordne die Kesb nicht häufiger einschneidende Massnahmen an. Gewisse Schwachstellen sollen nun aber vertieft überprüft werden.

So bestünden bei der Zusammenarbeit mit den Gemeinden Möglichkeiten zur Optimierung. Dies insbesondere, was deren Einbezug und Information betreffe. Bei den Beistandschaften wird der Formalismus kritisiert: Die Verständlichkeit der Entscheide habe abgenommen.

Das Departement des Innern wird die Untersuchungsergebnisse nun mit der Kesb besprechen und auch mit den Gemeinden diskutieren.

Im Zusammenhang mit der Kesb sorgt derzeit Pirmin Schwander für Schlagzeilen. Gegen den Schwyzer SVP-Nationalrat und bekannten Kesb-Gegner ermittelt die Berner Justiz wegen Gehilfenschaft bei einer Kindesentführung.

? OSTSCHWEIZ 11/SCHWEIZ 17

Aktuelle Nachrichten