ST.: Armeehund beisst Vierjährige

Gallen Am Pferdesportanlass CSIO hat ein Hund der Armee ein Mädchen angefallen. Weder der Veranstalter noch die Armee kommentieren den Vorfall. Die Militärjustiz ermittelt.

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Ein vierjähriges Mädchen ist am St. Galler CSIO am Donnerstagabend von einem Armeehund attackiert worden. Das Kind erlitt dabei mehrere Bisswunden am Arm und musste ins Spital eingeliefert werden.

Die Veterinärdienst- und Armeetierrekrutenschule 57 der Schweizer Armee ist am CSIO mit einem Stand vertreten. Täglich auf dem Programm stehen Pferde- und Militärhundevorführungen. Die Vorführung am Donnerstag begann gemäss Zeitplan um 16.45 Uhr. Zur Hundeattacke kam es aber erst später. Gemäss einem Augenzeugen spielte gegen 19.30 Uhr ein Mädchen am Stand der Armee, als es plötzlich von einem Hund angefallen wurde. Beim Tier soll es sich um ­einen professionell ausgebildeten Armeehund handeln. Der Mali­nois, ein Belgischer Schäferhund, biss das Mädchen mehrmals in den Arm. Wie der Augenzeuge weiter berichtet, wurde das Mädchen noch vor Ort notversorgt und anschliessend ins Spital gebracht. Die Bisswunden mussten dort genäht werden.

Hund zur Abklärung zum Tierarzt gebracht

Die Organisatoren des CSIO haben Kenntnis vom Vorfall. Sprecher Roman Gasser bestätigt diesen auch auf Nachfrage. Darüber hinaus äussert er sich nicht. Ebenso wenig die Armee. Auch diese bestätigt zwar die Bissattacke. Wie Mediensprecher Daniel Reist sagt, will man aber aus Rücksicht auf das Opfer weiter dazu nichts sagen. Lediglich soviel: «Kein Tier ist vor solchen Reaktionen gefeit.» Der Hund sei zur Abklärung zum kantonalen Tierarzt gebracht worden. Wo sich das Tier aktuell befindet, entzieht sich seiner Kenntnis. Wie es zur Bissattacke kommen konnte sowie weitere Untersuchungen seien zudem Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Man wolle erst die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten und nicht vorgreifen. Ohnehin äussere man sich im Falle eines hängigen Verfahrens grundsätzlich nicht.

Mit dem Fall befasst sich nun die Militärjustiz. «Die Militärpolizei ist mit der Beweisaufnahme beauftragt», sagt Frank Zellweger, Mediensprecher der Militärjustiz. Diese kommt immer dann zum Zug, wenn Angehörige der Armee in einen Vorfall involviert sind. Im aktuellen Fall der Hund. Die Militärjustiz urteilt schliesslich aufgrund der Erkenntnisse der Untersuchungen über die Folgen und Verantwortlichkeiten des Vorfalls. (lex/sro)