SQUASH: Mit Niederlage die erfolgreiche Vorrunde beendet

Das NLA-Team des Squashclubs Grabs verlor am Donnerstag gegen Vitis Schlieren mit 1:3. Aufgrund der Abwesenheit von Luca Wilhelmi und der Krankheit von David Heath kam dieser erste Misserfolg der Saison jedoch wenig überraschend.

Miriam Küpper
Drucken
Teilen

Schon vor Spielbeginn herrschte bei den Grabsern grosse Konzentration, denn auch ihnen war bereits klar, dass die Partien kein Zuckerschlecken werden würden. Die Schwierigkeit bestand nämlich darin, fast ausschliesslich gegen besser platzierte Gegner anzutreten. «Normalerweise spielt David Heath auf der vierten Position und Luca Wilhelmi auf der dritten, vielleicht hätte es mit ihnen – bei voller Gesundheit – doch etwas anders ausgesehen», beurteilt Dietmar Lamprecht, Präsident des Squashclubs Grabs, die Lage und die 1:3-Niederlage gegen Vitis Schlieren.

Aqueel Rehmann, David Heat­h und Yannick Wilhelmi hatten gegen ihre höherklassierten Gegner scheinbar wenig entgegenzusetzen in Anbetracht der Ergebnisse aus den Sätzen, jedoch sah dies in der Praxis ganz anders aus: «Wilhelmi hat clever und sehr gut gespielt, leider sieht man das bei dem Ergebnis nicht», so Lamprecht. Auch Heath und Rehmann, bei dem es nach dem Sieg im ersten Satz noch rosig aussah, konnten viele schlaue Bälle spielen, jedoch reichten diese nicht aus, um das Blatt zu wenden.

«So ein Ergebnis kann immer mal passieren»

Meistern konnte die ihm gestellte Herausforderung nur Rudi Rohrmüller, dessen Gegner, Sebastian Weenink, ihm ebenbürtig war. Sein Spiel ging über vier Sätze, woraus Rohrmüller mit 3:1 als Sieger hervorging. Verlor er noch den ersten Satz mit 12:14, zeigte er in den darauffolgenden Glanzleistungen, in seinem letzten Satz erzielte er sogar ein Ergebnis von 11:1 Punkten. «Spielen bis zum letzten Ball» lautet die Grabser Devise, welche sich auch beim Spielstil von Rohrmüller zeigte: Sein Team lag bereits mit drei verlorenen Spielen hinten, daher hatte sein Sieg oder seine Niederlage keinen Einfluss mehr auf das Mannschaftsergebnis. «Squash ist zwar ein Mannschaftssport, jedoch ebenfalls ein Einzelsport, indem jeder Spieler seine Spiele gewinnen möchte», erklärt Lamprecht.

«Vitis Schlieren war heute klar das stärkere Team», gibt Lamprecht zu und ergänzt: «Auch wenn sie momentan noch nicht drin sind; Vitis Schlieren wird auf jeden Fall in die Playoffs kommen.» Für Grabs bliebe dann nur zu hoffen, nicht im ersten Spiel direkt gegen den starken Gegner antreten zu müssen, sondern erst im Final, so Dietmar Lamprecht. Doch dass Grabs jetzt, nach neun gespielten Partien, erst einmal geschlagen wurde, hätte auch der Präsident so vor dem Saisonstart nicht erwartet. Das ursprüngliche Ziel der Werdenberger Equipe war nur das Erreichen der Playoffs, wobei keine Rolle spielte, ob auf dem vierten oder dem ersten Platz.

Bei so einer tollen Saison kann auch eine Niederlage die glückliche Stimmung im Interclub Grabs deshalb nicht trüben. «So ein Ergebnis wie heute kann immer mal passieren.», bemerkt Lamprecht. Grabs habe Pech gehabt, dass nicht nur Luca Wilhelmi abwesend war, sondern auch David Heath angeschlagen war. Trotz der ersten Niederlage gibt sich der Präsident des Squashclubs Grabs zuversichtlich in Hinblick auf die Playoffs. Profitieren können nun die anderen Teams in der NLA, zeigte die Niederlage der sonst so souveränen Grabser doch auf, dass auch sie nicht unschlagbar ind.

Miriam Küpper

Grabs – Vitis Schlieren 1:3

Nach Sätzen: 4:10. – Nach Punkten: 90:138 Partien: Aqeel Rehman vs. Borja Golan 1:3 (11:8, 4:11, 1:11, 4:11). – Rudi Rohrmüller vs. Sebastian Weenink 3:1 (12:14, 11:6, 11:6, 11:1). – David Heath vs. Manuel Wanner 0:3 (6:11, 5:11, 3:11). – Yannick Wilhelmi vs. John Williams 0:3 (4:11, 3:11, 5:11). Rangliste: 1. Grabs 9 Spiele / 24 Punkte. 2. Vaduz 9/18. 3. Sihltal 8/16. 4. Pilatus Kriens 9/16. 5. Vitis Schlieren 9/16. 6. Uster 8/12. 7. Grasshopper 9/11. 8. Bern 9/10. 9. Pythons Kriens 9/5. 10. Panthers 9/4.