SQUASH: Kampf um die Medaillen

Nach der souveränen Playoff-Qualifikation beginnt für Grabs ein neues Kapitel. Das Ziel der Werdenberger ist der Finaleinzug – einfach wird’s gegen Vaduz aber nicht.

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Auf den Positionen drei und vier sind 3:0-Siege der Wilhelmi-Brüder Luca (links) und Yannick gefordert. (Bild: Robert Kucera)

Auf den Positionen drei und vier sind 3:0-Siege der Wilhelmi-Brüder Luca (links) und Yannick gefordert. (Bild: Robert Kucera)

«Es wird eine sehr knappe Sache, wenn wir ins Finale kommen wollen», prophezeit Elisabeth Lamp-recht, Teamchefin der NLA-Mannschaft des Squashclubs Grabs. Von Rang eins kann sich der Qualifikationssieger nichts kaufen. Alles beginnt bei Null, auf die Tagesform am Freitagabend (Halbfinal) und Samstag (Final oder Spiel um Platz drei) kommt es nun an, wie die Saison abgeschlossen wird. Der Vorteil als Erster auf den Vierten ist nur auf dem Papier ein solcher. Denn alle vier Teams sind stark und besitzen Final-, ja sogar Meisterchancen. «Der Squashclub Grabs hatte eine erfolgreiche Regular Season. Nun freuen wir uns auf die Playoffs, das Ziel jedes NLA-Clubs in der Schweiz», beschreibt Lamprecht die Stimmung.

Etwas Pech haben die Grabser im Vorfeld auf die Meisterschaftsentscheidung. Denn es gibt eine gewichtige Absenz. «Da wir auf Aqeel Rehman verzichten müssen – er hat Einsatz an den Österreichischen Staatsmeisterschaften –, spielen wir mit Rudi Rohrmüller, Balazs Farkas, Luca Wilhelmi, Yannick Wilhelmi und David Heath», gibt Lamprecht die Grabser Aufstellung bekannt. Wobei fast sicher ist, dass Heath als Coach fungieren und die beiden Youngster, welche auf den Positionen drei und vier zum Einsatz kommen werden, unterstützen wird.

Wer mehr Sätze gewinnt, zieht in den Final ein

Unter diesen Umständen wird es ein hartes Stück Arbeit, den Final zu erreichen. Oder wie es Teamchefin Elisabeth Lamprecht formuliert: «Um Vaduz zu schlagen, müssen wir das beste Squash spielen, das wir je gespielt haben.» Auf den Positionen eins und zwei ortet sie einen Vorteil für Vaduz. «Hier sind sie unglaublich stark», weiss Lamprecht um die Klasse eines Jens Schoor oder Davide Bianchetti. Auf der ersten Position wird Rudi Rohrmüller versuchen müssen, Nadelstiche zu setzen, und wenn sich die Möglichkeit ergibt, einen Satz zu gewinnen, eiskalt zuschlagen. Dasselbe gilt für den jungen Ungarn Balazs Farkas. Im Januar unterlag er dem erfahrenen Italiener in Vaduzer Diensten klar mit 0:3. Ein Satzgewinn wäre für Grabs Gold wert.

«Unsere Jungs auf den Positionen drei und vier haben eine schwere Bürde», ist sich Elisabeth Lamprecht bewusst. Die Wilhelmi-Brüder müssen, wenn Grabs den Final erreichen will, nicht nur ihre Spiele gewinnen, es gilt, ohne Satzverlust durchzukommen. Tritt Vaduz mit der stärksten Mannschaft an, trifft Luca Wilhelmi auf Roger Baumann, sein Bruder Yannick auf Patrick Maier oder Michel Haug. Die jungen Grabser haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie die wichtigen zwei Siege gegen diese Gegner bewerkstelligen können. Aber ohne Satzverlust? «Das ist sehr schwer. Der Druck wird riesig sein», so Lamprecht. «Auch auf den Gegnern lastet Druck, das darf man nicht vergessen. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie älter sind als unsere Youngsters. Trotzdem – die beiden Wilhelmis haben schon viele Matches in den Beinen, beide wissen um ihre Verantwortung auf den Plätzen drei und vier», analysiert die Teamchefin. Vieles deutet auf ein 2:2 hin. Wer mehr Satzgewinne realisiert, oder im Extremfall mehr Punkte holt, spielt am Samstag um den Schweizer Meistertitel. (kuc/pd)