SQUASH: Der Favorit setzte sich erwartungsgemäss mit 4:0 durch

Am Ende war das Quartett des Squashclubs Grabs seinen Kontrahenten vom Grasshopper Club Zürich überlegen. Doch in den einzelnen Partien gab es einige enge Situationen, welche die Werdenberger auf dem Weg zum Erfolg erst mal meistern mussten.

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Yannick Wilhelmi (links) und Marcel Straub lieferten sich einen packenden Fight auf der Position 2, den der Grabser Youngster schliesslich knapp in fünf Sätzen für sich entschied. (Bild: Robert Kucera)

Yannick Wilhelmi (links) und Marcel Straub lieferten sich einen packenden Fight auf der Position 2, den der Grabser Youngster schliesslich knapp in fünf Sätzen für sich entschied. (Bild: Robert Kucera)

Dreimal 3:0 und ein 3:2 – das Endergebnis des NLA-Meisterschaftsspiels zwischen Grabs und Grasshopper kann sich aus einheimischer Sicht sehen lassen. Schon vor der Partie durfte man von einem 4:0-Sieg ausgehen, allerdings verfehlte man das Glanzstück, die Kontrahenten aus Zürich ohne Satzgewinn auf die Heimreise zu schicken.

Dabei war man sehr nahe dran. Denn auf Position 2 führte Yannick Wilhelmi nach dominanten ersten Sätzen mit 2:0 – ehe das Spiel einen völlig anderen Verlauf nahm und der Grabser Youngster erst über den Umweg des fünften Satzes die Partie zu seinen Gunsten entschied. Auf der anderen Seite hätten die Grasshopper-Spieler auch in den anderen Partien noch den einen oder anderen Satz holen und die Grabser auf ihre Nervenstärke testen können.

Tiefs überwunden und sechs Sätze gewonnen

In der Tat schnupperte nur in einer Partie der Gegner nicht am Satzgewinn. Auf Position 4 liess Simon Vogel nur wenig zu und gewann sicher. Auf dem Weg zur 1:0-Führung für Grabs erzielte er zwar viele direkt herausgespielte Punkte, daneben verhinderten schwächere Phasen einen noch deutlicheren Erfolg. Nach der Partie sprach Vogel denn auch von seinen berühmten Löchern, in welche er jeweils fällt. Dieses Mal wurden sie ihm nicht zum Verhängnis. In ein Tief geriet auf Position 3 auch Pasquale Ruzicka. Eine hohe Fehlerquote, aber auch eine starke Phase seiner Gegnerin Cindy Merlo mit einigen herausgespielten Punkten sorgten im zweiten Satz für einen zwischenzeitlichen 5:9-Rückstand. Es spricht für den an jenem Abend mit 33 Lenzen ältesten Grabser Akteur, dass er die Ruhe behielt, sich konzentrierte und den Satz nicht vorzeitig verloren gab. Er holte den Rückstand auf, gewann den zweiten Umgang knapp mit 12:10 und marschierte im dritten Satz dann förmlich durch, auch weil seine Gegnerin nach dem nicht gewonnenen Satz moralisch am Boden war.

Bevor die beiden Wilhelmi-Brüder auf den ersten Positio­nen auf die stärksten Grasshopper-Spieler trafen, hatte das Duo Vogel/Ruzicka die Pflicht erfüllt. 2:0 nach Matches, ein Sieg reichte somit für drei Punkte, ein einziger Satzgewinn für deren zwei.

Wilhelmis mussten um Sieg kämpfen

Als erstes betrat Yannick Wilhelmi den Court, um gegen Marcel Straub den Grabser Sieg rasch ins Trockene zu bringen. In den ersten Sätzen gewann er nicht nur, er fertigte seinen Gegner regelrecht ab. 11:1 und 11:6 nach 0:4-Rückstand sprachen für sich. Derweil mühte sich sein älterer Bruder Luca gegen Altmeister Mark Woodliffe ab. Er durfte sich keine Sekunde zurücklehnen und musste zuweilen hart um jeden Punkt kämpfen. Was er auch tat und in den entscheidenden Momenten zum Satzende die richtigen Bälle spielte. Nach zwei engen Sätzen (12:10, 11:9) war beim Gegner die Luft draussen, und Luca Wilhelmi steuerte letztlich einem klaren Gewinn zu.

Als er den Court verliess, war sein jüngerer Bruder Yannick immer noch am Werk. Straub hatte sich nun besser auf das Spiel eingestellt und stellte den Grabser vor Probleme. Es hiess 2:2 nach Sätzen, im Entscheidungssatz führte Wilhelmi meist, doch auch eine 6:3-Führung und später ein 10:7 waren keine Siegsicherung. Straub kam immer wieder heran und hätte die Partie durchaus gewinnen können. Doch zu seinen schön herausgespielten Bällen die zu Punkten führten, gesellten sich immer wieder Fehler. So spielte er in diesem Satz nicht weniger als fünf Bälle zu tief. Gleich den ersten Matchball verwandelte dann Wilhelmi zum 3:2-Sieg für sich und zum 4:0 für Grabs.

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Grabs – Grasshopper 4:0

Nach Sätzen: 12:2. – Nach Punkten: 147:99. Die Partien: Luca Wilhelmi vs. Mark Woodliffe 3:0 (12:10, 11:9, 11:4). – Yannick Wilhelmi vs. Marcel Straub 3:2 (11:1, 11:6, 4:11, 8:11, 12:10). – Pasquale Ruzicka vs. Cindy Merlo 3:0 (11:6, 12:10, 11:3). – Simon Vogel vs. Lubomir Jakubovic 3:0 (11:4, 11:8, 11:6).

Rangliste: 1. Vaduz 15. 2. Pilatus Kriens 14. 3. Grabs 13. 4. Sihltal 12. 5. Uster 11. 6. Bern 10. 7. Vitis Schlieren 6. 8. Panthers 3. 9. Grasshopper 3. 10. Schaffhausen 0.