SQUASH: 3:1-Sieg im Derby

Duelle zwischen Grabs und Vaduz sind was Besonderes. Dies merkt man, wenn jeder Akteur im Court mehr Energie in die Ballwechsel steckt und auch am Publikum, das dicht gedrängt die Spiele verfolgt.

Robert Kucera
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Aqeel Rehman streckt sich vergebens. Auf der Position 1 unterliegt er Jens Schoor mit 1:3. (Bild: Robert Kucera)

Aqeel Rehman streckt sich vergebens. Auf der Position 1 unterliegt er Jens Schoor mit 1:3. (Bild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Ein Derby lebt von der Rivalität, aber auch von der Spannung. Doch Letztere blieb in der zweiten Hälfte des NLA-Meisterschaftsspiels zwischen dem Squashclub Grabs und dem Squash-Racket-Club Vaduz auf der Strecke. Die Grabser bezwangen ihre Gegner jeweils mit 3:0 Sätzen und machten aus dem 1:1 nach zwei Partien einen 3:1-Sieg. Sie wahren so­mit ihre Ungeschlagenheit. «Wir sind sehr zufrieden, wenn wir alle Punkte mitnehmen können, die möglich sind», so Aqeel Rehman.

Der Österreicher bekam es auf Position 1 mit dem stärksten Vaduzer zu tun. «Jens Schoor ist einer der besten Spieler der Schweizer Liga. Er ist technisch stark, spielt die Bälle genau, macht wenig Fehler», äussert sich Rehman zu seinem Gegner aus Deutschland. «Von der Leistung her passte es gut», meint er zur Niederlage. «Es waren knappe Sätze. Doch ein, zwei Punkte zu ungenau gespielt oder Fehler ­gemacht – auf diesem Niveau macht dies bereits den Unterschied.» Immerhin vermochte der Grabser dem Vaduzer einen Satz abzuluchsen. Was zu diesem Zeitpunkt enorm wichtig war. Zwar bezwang Luca Wilhelmi im Duell zweier Werdenberger Roger Baumann, gab aber beim 3:1-Erfolg ebenfalls einen Satz ab. Somit herrschte grosse Spannung vor den nächsten zwei Partien. Es stand 1:1, nach Sätzen 4:4.

Dagegengehalten und den Gegner niedergekämpft

Doch auf den Positionen 2 (Rudi Rohrmüller) und 4 (Yannick Wilhelmi) erwiesen sich die Grabser als wahre Spannungskiller. «Es war ein harter erster Satz. Ich habe mein Spiel aber von Beginn weg durchgezogen», beschreibt Rohrmüller den ersten Durchgang gegen den Italiener Davide Bianchetti. Dieser liess im zweiten Satz nach, «ich merkte, dass er müde wird», so der Deutsche, der den Satz mit 11:1 für sich entschied. «Das darf man gegen ­einen erfahrenen Mann wie ihn aber nicht überbewerten. Der steckt das locker weg», war Rohrmüller auf der Hut. Prompt waren die Ballwechsel im dritten Satz wieder umstrittener. «Ich musste stark dagegenhalten, sodass ich ihn am Schluss niederkämpfen konnte», meint der ­Sieger, der von der Deutlichkeit des Erfolgs nach getaner Arbeit im Court doch etwas überrascht war. Nur wenige Augenblicke später verwertete im Court daneben Yannick Wilhelmi den Matchball und liess den Grabser Anhang ­jubeln. «Wir sind stolz, einen Sieg gegen unseren Derby-Gegner einzufahren», freut sich Rudi Rohrmüller.

Etwas Spezielles auch für Rehman und Rohrmüller

Sowohl der deutsche als auch der österreichische Verstärkungsspieler des Squashclub Grabs betonen, dass die Vergleiche mit den Nachbarn aus Vaduz etwas Besonderes sind. «Die Stimmung in der Mannschaft und bei den Zuschauern ist höher», so ­Rohrmüller. «Man spürt in der Mannschaft und bei den Zuschauern, dass grössere An­spannung herrscht, dass mehr geht als bei einem anderen Spiel», ergänzt Rehman. «In diesem Spiel die Oberhand zu behalten, ist eine Extra-Motivation.» Und das Duo nimmt dies auch an. Unabhängig voneinander geben sie Folgendes zu Protokoll: «Rudi und ich spielen schon die dritte gemeinsame Saison in Grabs, ich sogar schon die vierte. Wir identifizieren uns stark mit dem Verein.» – «Aqeel und ich sind schon lange hier dabei, wir fühlen uns sehr wohl. Da lebt man mit den Jahren einfach mit.»

Grabs – Vaduz 3:1

Nach Sätzen: 10:4. – Nach Punkten: 146:109. Die Partien: Aqeel Rehman vs. Jens Schoor 1:3 (6:11, 11:8, 9:11, 8:11). – Rudi Rohrmüller vs. Davide Bianchetti 3:0 (11:9, 11:1, 11:6). – Luca Wilhelmi vs. Roger Baumann 3:1 (11:8, 13:11, 11:13, 11:2). – Yannick Wilhelmi vs. Patrick Maier 3:0 (11:5, 11:6, 11:7).

Rangliste: 1. Sihltal 6 Punkte (8:0). 2. Grabs 6 (7:1 / 22:4). 3. Pilatus Kriens 6 (7:1 / 22:7). 4. Vaduz 3 (5:3). 5. Uster 3 (4:4 / 16:14). 6. Grasshopper 3 (4:4 / 12:12). 7. Bern 2. 8. Vitis Schlieren 1. 9. Panthers 0 (0:8 / 1:24). 10. Schaffhausen 0 (0:8 / 0:24).