SQUASH: 1:3 gegen den Leader verloren

Pilatus Kriens bleibt weiterhin Tabellenführer der NLA – daran konnte auch Grabs nichts ändern. Doch für einen Lichtblick im Werdenberger Team sorgte Luca Wilhelmi mit seinen 5-Satz-Sieg über Benjamin Fischer.

Robert Kucera
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Grosser Sieg für Luca Wilhelmi: Er bezwang mit Benjamin Fischer die Nummer 5 der Schweiz. (Archivbild: Robert Kucera)

Grosser Sieg für Luca Wilhelmi: Er bezwang mit Benjamin Fischer die Nummer 5 der Schweiz. (Archivbild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Es war der erwartet schwere Gang zum Auswärtsspiel nach Kriens. Denn das Spitzenspiel der Runde zwischen dem Ersten und Zweiten in der Nationalliga A stand aus Grabser Sicht unter einem schlechten Stern, da die Werdenberger nicht in Bestbesetzung antreten konnten. So verwundert es wenig, dass die erste Mannschaft des Squashclubs Grabs die Partie schliesslich mit 1:3 verlor.

Besonders auf den Positionen 3 und 4 waren die Innerschweizer den Antipoden aus dem Werdenberg überlegen. Pasquale Ruzicka und Pascal Schneider unterlagen jeweils klar in drei Sätzen – die Gegner waren schlicht eine Schuhnummer zu gross für die beiden Grabser Squasher.

Ausfall von Rudi Rohrmüller

Es lag folglich an den Spielern auf den Positionen 1 und 2, wenn Grabs die Heimreise mit einem Punkt im Gepäck antreten wollte. Der Wille dazu war bestimmt vorhanden. Doch der Körper von Rudi Rohrmüller machte nicht mit. Im ersten Satz hatte sich der Deutsche verletzt, offenbar hatte er sich einen Nerv im unteren Rückenbereich eingeklemmt. Tapfer hielt er durch, spielte noch den zweiten Satz – doch dann sah er die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens ein und musste das Spiel aufgeben. Nun hofft Team-Captain Elisabeth Lamprecht, dass sich bei der ärztlichen Untersuchung nichts Ernstes herausstellt. «Einen Ausfall von Rudi können wir uns nicht leisten. Denn das könnte uns die Playoffs kosten.»

Grund zur Freude bereitete ihr dagegen der Auftritt Luca Wilhelmis. Denn die Nummer 9 des Schweizer Rankings hat Benjamin Fischer (Nummer 5) in fünf Sätzen geschlagen. «Die zwei machen es immer so spannend», sagt Lamprecht. Ausser wenn der erfahrenere Fischer siegt. Wie beim letzten Vergleich glatt in drei Sätzen. Doch Wilhelmi weiss, wie man den Krienser schlägt, hat dies bereits zweimal getan – und in beiden Vergleichen in fünf Sätzen. Im Meisterschaftsspiel vom Donnerstagabend liess sich der 20-jährige Grabser auch durch einen 0:2-Rückstand nach Sätzen nicht aus der Ruhe bringen. Er legte einen Zahn zu und gepaart mit seinen ausgezeichneten konditionellen Werten drehte er die Partie noch zu seinen Gunsten. Der Kommentar Lamprechts fällt entsprechend aus: «Einfach grossartig.»

Pilatus Kriens – Grabs 3:1

Nach Sätzen: 10:3. – Nach Punkten: 128:78. Die Partien: Reiko Peter vs. Rudi Rohrmüller 2:0 (11:5, 11:2, w.o. Rohrmüller). – Benjamin Fischer vs. Luca Wilhelmi 2:3 (11:8, 11:8, 8:11, 2:11, 8:11). – Christoph Züst vs. Pasquale Ruzicka 3:0 (11:6, 11:4, 11:1). – Luc Scholl vs. Pascal Schneider 3:0 (11:2, 11:4, 11:5).

Rangliste: 1. Pilatus Kriens 14. 2. Grabs 10. 3. Bern 10. 4. Vaduz 9. 5. Sihltal 9. 6. Uster 8. 7. Vitis Schlieren 6. 8. Grasshopper 3. 9. Panthers 3. 10. Schaffhausen 0.