Sportplatz für Zukunft gerüstet

Der Turnverein Sennwald sanierte in den vergangenen eineinhalb Jahren für 280 000 Franken seinen Sportplatz. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen und der Verein feiert am 6. Juni die Einweihung im Rahmen der Vereinsmeisterschaft.

Corinne Hanselmann
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Der sanierte Sportplatz mit neuer Weitsprunganlage und neuem Rasenfeld. Eingeweiht wird er am 6. Juni im Rahmen der Vereinsmeisterschaft. (Bild: Oliver Friedrich)

Der sanierte Sportplatz mit neuer Weitsprunganlage und neuem Rasenfeld. Eingeweiht wird er am 6. Juni im Rahmen der Vereinsmeisterschaft. (Bild: Oliver Friedrich)

SENNWALD. Auf Initiative von Michael Roduner hat der Turnverein Sennwald (STV Sennwald) 2012 «endlich» die Sanierung seines Sportplatzes «Zelle» in die Hand genommen. «Gesprochen hat man schon lange davon», sagt Oliver Friedrich, der im Sanierungs-Organisationskomitee als Vizepräsident und als Aktuar und ansonsten als aktiver Turner tätig ist. «Die Anlagen waren veraltet und entsprachen nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Wettkämpfe dauerten mit nur einer Weitsprung-Anlaufbahn zu lange und die Rasenfläche glich fast einem Acker, wodurch die Verletzungsgefahr stetig stieg», erklärt er die Gründe für die Investition.

Der 107jährige Turnverein Sennwald zählt rund 160 Mitglieder, zwei Drittel davon sind Kinder. Nebst der Jugendriege, dem Muki-/Kinderturnen und der Leichtathletikriege turnen die Aktiven auch erfolgreich an Turnfesten. Highlights in diesem Jahr werden das kantonale Einzel- und das Vereinsturnfest im Juni in Mels sein.

Das Sanierungs-OK bestand nebst Friedrich aus drei weiteren Aktivmitgliedern des Turnvereins. Präsident war Michael Roduner. Als Bauchef amtete Martin Roduner, als Kassier Andreas Tinner.

Spatenstich im Herbst 2013

Bevor man mit grossen Maschinen auffahren konnte, mussten viele Punkte besprochen und abgeklärt werden, so zum Beispiel die Baubewilligung und die Finanzierung. Am 27. September 2013 konnten die Sennwalder Turner den Spatenstich zur ersten Etappe machen. Eine Weitsprunganlage mit doppelter Anlaufspur und eine neue Steinstoss-Anlage samt Tartan-Anlaufbahn wurden als erstes umgesetzt. Zudem baute man eine Mauer als sauberen Abschluss auf der Nordseite der Rasenfläche. Die erste Etappe dauerte bis Frühling 2014. Anschliessend konnte der Platz für die Sommersaison wieder vollständig genutzt werden, da das alte Rasenfeld noch stand.

In einer zweiten Etappe, die von Herbst 2014 bis Frühling 2015 dauerte, wurde nun eine neue Rasenfläche angelegt. «Der alte Rasen wurde abgetragen, der Boden planiert und frisch angesät», erklärt Friedrich. Ausserdem wurde eine Entwässerung eingebaut, da der Rasen stellenweise jeweils sehr feucht war. Auf der Anlage sowie im Clubhaus sind neue Akustikanlagen installiert worden, welche die alte, defekte Anlage ersetzen. Diverse weitere kleinere Arbeiten wie Gehweg teeren, neue Strom- und Wasseranschlüsse und Kandelaber versetzen wurden ebenfalls erledigt.

«Ursprünglich war das Projekt in einer Etappe geplant. In erster Linie aus finanziellen Gründen musste die Sanierung aber auf mehrere Jahre verteilt werden», sagt Friedrich. Diese Aufteilung habe die Arbeit jedoch nicht unbedingt erleichtert, da Eingaben teilweise zweimal gemacht werden mussten.

Mitglieder leisteten Fronstunden

Das Projekt kostete insgesamt rund 280 000 Franken. «Natürlich konnte der Verein die Kosten niemals alleine tragen», erklärt Friedrich. «Nur dank sehr grosszügiger Sponsoren konnte die Sanierung realisiert werden». Der STV Sennwald, die Politische Gemeinde Sennwald, die Ortsgemeinde Sennwald, verschiedene Unternehmen sowie Privatpersonen aus der Region trugen die Kosten gemeinsam. Von Sport-Toto durfte der Verein ebenfalls einen grossen Beitrag entgegennehmen.

Auch das Sanierungs-OK und die Mitglieder halfen tatkräftig mit. Sie leisteten rund 460 Stunden Frondienst. «Bei grösseren Arbeiten wie Rasenspielfeld erneuern mussten hingegen Profis ans Werk und mit grossen Maschinen auffahren», erklärt der Vizepräsident.

Rechtzeitig einsatzbereit

Nun wäre der Platz eigentlich wieder voll einsatzfähig. Nur: «Der Rasen wächst momentan noch nicht so wie gewünscht», so Friedrich. Auf das Einweihungsfest hin sollte er jedoch benutzbar sein. «Bis der Rasen wirklich dicht ist, wird es noch einige Monate und Mähfahrten dauern.»

Dank den neuen Anlagen könne professioneller und effizienter trainiert werden, ist Friedrich überzeugt. «Als Turner ist man sogar noch motivierter, wenn man auf diesen neuen Anlagen trainieren darf.» Zudem konnte die Verletzungsgefahr auf dem Rasenspielfeld etwas gesenkt werden. Bei Wettkämpfen können die einzelnen Disziplinen effizienter durchgeführt und Wartezeiten minimiert werden. Somit ist der Sportplatz des Turnvereins Sennwald nun für die Zukunft gerüstet.

Die Verantwortlichen der Sportplatz-Sanierung: Andreas Tinner, Michael Roduner, Oliver Friedrich und Martin Roduner (von links). (Bild: pd)

Die Verantwortlichen der Sportplatz-Sanierung: Andreas Tinner, Michael Roduner, Oliver Friedrich und Martin Roduner (von links). (Bild: pd)