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SPORTLEREHRUNG: Anerkennung und Motivation

Am Freitagabend erhielten die ersten Preisträger des neu ins Leben gerufenen Sportpreises der Stadt Buchs eine schöne und zugleich schwere Trophäe überreicht. Neben dem Geldpreis durften sich die Sieger auch ins goldene Buch der Stadt eintragen.
Robert Kucera
Silber an den Schweizer Meisterschaften, nun Sportlerpreis Gruppe: das Kleinfeld-Gymnastikteam des TV Buchs. (Bilder: Robert Kucera)

Silber an den Schweizer Meisterschaften, nun Sportlerpreis Gruppe: das Kleinfeld-Gymnastikteam des TV Buchs. (Bilder: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

Sportförderung, so sagte am Freitagabend in der Aula des Oberstufenzentrums Flös der Stadtpräsident Daniel Gut, sei dem Stadtrat ein Anliegen. Zur Infrastruktur, die Vereinen und Einzelsportlern zur Verfügung stehen, gesellt sich nun auch die Würdigung von sportlichen Leistungen in Form von Preisen. Drei an der Zahl wurden an der ersten Verleihung des Sportpreises der Stadt Buchs feierlich überreicht.

In seiner Rede hielt Gut weiter fest, dass der Breitensport einen Mehrwert generiere, welcher die finanziellen Investitionen übersteige. Das Erlernen von ­Sozialkompetenz, beim Miteinander Toleranz und Fairness leben, aber auch Regeln einzuhalten – all dies sind positive Vorzüge des Breitensports. Die verliehenen Preise seien Anerkennung und Motivation zugleich. «Ich weiss: Auch in Zukunft kann man stolz sein auf die Buchser Sportler», sagte Daniel Gut.

«Ein schöner Abschluss einer guten Saison»

Erster Preisträger der Geschichte ist der TV Buchs, genauer gesagt das Team Kleinfeld-Gymnastik. «Es ist eine Ehre», so Leiterin Simone Eggenberger, die ausserdem von einer «grossen Überraschung» sprach. «Doch das sind immer die schönsten Erfolge», meinte sie weiter. Sie redet aus Erfahrung. Denn auch Platz zwei an den Schweizer Meisterschaften kam fürs Team überraschend. Als Rezept zum Erfolg nannte Doris Büchel, die die Laudatio hielt, Teamgeist und dass das Team sich nicht davor scheute, bei den Musikstücken zu experimentieren. Besonders bemerkenswert für das reine Frauenteam: Sie führt schwere Hebefiguren aus. «Sie sind einfach gut und stark», schloss Büchel. «Der Preis ist eine grosse Anerkennung für die enorme Arbeit, die dahinter steckt», hielt Eggenberger fest. «Ein schöner Abschluss einer guten Saison.» Und sie ist überzeugt, dass der Preis motivierend wirke.

«Es ist immer schön, wenn man weiss, dass auch die Stadt unterstützt, was man macht», äusserte sich Nico Tambarikas. Er ist der erste Einzelsportler, der den Sportpreis der Stadt Buchs erhalten hat. In seiner Laudatio berichtete Ultrasportler Marcel Knaus, dass aus dem Skifahrer Tambarikas erst dann ein Radfahrer wurde, als ein Bikerennen in Buchs zur Austragung kam. Seither brettert er nicht auf zwei Latten, sondern auf zwei Rädern runter. Und natürlich rauf. Wie Knaus sagt, sind dies durchschnittlich 300 Kilometer, 4600 Höhenmeter und elf Stunden – pro Woche. Das Pensum hat sich erhöht, seit Nico Tambarikas Radquerrennen bestreitet und mittlerweile am liebsten fährt. Die Intensität dieser Rennen behagt im sehr. Zum Preis führte ihn aber der Gesamtsieg im Swiss Bike Cup (Mountainbike) in der Kategorie Amateure letztes Jahr und ein dritter Platz an den Schweizer Meisterschaften im Bergzeitfahren (Strasse) dieses Jahr. «Der Preis bedeutet mir viel. Und im goldenen Buch der Stadt Buchs zu stehen, ist schön und speziell – das kann nicht jeder von sich behaupten», freute sich Nico Tambarikas.

«Habe selten einen Abend so sehr genossen wie diesen»

Der Ehrenpreis ging schliesslich an einen Sportler, den man in Buchs als «Mr. Tischtennis» kennt. Walter Ziörjen, so war in der Laudatio von Christian Rothenberger und Hansueli Heeb zu vernehmen, haut noch jetzt, im Alter von 75 Jahren, den Clubkollegen beim Spiel die Bälle um die Ohren. 1979 hat er den TTC Buchs mitgegründet, seit 1983 ist er Präsident. Er hat den Tischtennissport in Buchs erst bekannt gemacht.

Vor 65 Jahren hat er erstmals Tischtennis gespielt. Seither lässt ihn die Sportart nicht mehr los. Das Hin und Her, währenddem der Ball im Spiel ist, die Technik, aber auch den Kampfgeist, den man haben muss, faszinieren ihn heute noch. So verwundert es nicht, dass er abseits der Tischtennisplatte alles gibt für seinen Sport. Seine Höhepunkte als Spieler sind die vier WM-Teilnahmen bei den Veteranen. Als Funktionär nannte er das Länderspiel Schweiz gegen Slowenien, das er nach Buchs geholt hat, sowie die LieGames 2011 (OK-Präsident) als Highlights.

«Es bedeutet mir sehr viel, dass die Stadt Buchs mir so einen Preis überreicht hat», ist Ziörjen überwältigt. «Ich habe selten einen Abend so sehr genossen wie diesen.» Als er gehört hat, dass die Stadt erstmals einen Ehrenpreis verleihen werde, dachte er überhaupt nicht daran, selber Preisträger zu werden. Und als es dann feststand, blieb er bescheiden: «Denn es gibt so viele, die das auch verdient hätten.» Für ihn stellt der Ehrenpreis etwas Besonderes dar. «Das ist ein schöner Höhepunkt und steht nun an vorderster Stelle.»

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