Sport ist Tun – kein Konsum

Vom 3. bis 7. August findet die 32. Sportwoche statt. Der Gründer Ralph Windmüller nimmt die sinkende Teilnehmerzahl in der Region Werdenberg gelassen und kennt die Gründe dafür.

Robert Kucera
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Den eigenen Körper kennenlernen und mit seinen Fertigkeiten umgehen können: Die Sportwoche lädt zu Spass an der Bewegung ein. (Archivbild: Robert Kucera)

Den eigenen Körper kennenlernen und mit seinen Fertigkeiten umgehen können: Die Sportwoche lädt zu Spass an der Bewegung ein. (Archivbild: Robert Kucera)

REGION. «Lieber 22 Kurse als gar keine und damit 265 Kinder glücklich machen», so die Antwort von Ralph Windmüller, dem Gründer der Sportwoche, auf die Frage, ob er enttäuscht sei über den mageren Aufmarsch der Kinder in der Region Werdenberg. Über die zahlreich abgesagten Kurse im W&O-Gebiet zeigt er sich nicht beunruhigt. «Das habe ich schon so viele Male erlebt, dass Kurse, die im Vorjahr noch gut laufen, plötzlich nicht mehr laufen.» Windmüller ist überzeugt, dass zum Beispiel Einrad, Tischtennis oder Handball schon nächstes Jahr wieder stattfinden könnten.

Grundmotorik in Kids-Kursen

Den Rückgang der Teilnehmerzahlen im Werdenberg von 303 auf 265 führt er darauf zurück, dass heutzutage der Sport vielfach als reiner Konsum angesehen wird. «Sport ist kein Konsum», sagt Windmüller. «Sport gibt es nur einer Form: Tun.» Er weiss, dass Sport nicht immer angenehm ist. Und doch so wertvoll für den Nachwuchs. Der 65-Jährige beschreibt als Beispiel die Kids-Kurse, in welchen der Sport der Grundmotorik dient. «Miteinander sich bewegen, einfache Spielformen, mit dem eigenen Körper umgehen – das kann man nicht konsumieren. Für das muss man was tun.»

Mehr Bewegung

Die Sportwoche soll Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung animieren. «Sport muss dort einspringen, wo der Alltag uns nichts mehr abverlangt», sagt Windmüller. Dass es viele Hindernisse gibt, ist ihm aber bewusst. ? LOKALSPORT 23