Spital-Neubauten: Jetzt oder nie

Am 30. November ist das sankt-gallische Stimmvolk aufgefordert, über diverse Spitalneubauten zu entscheiden. Knapp eine Milliarde Franken soll investiert werden.

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Am 30. November ist das sankt-gallische Stimmvolk aufgefordert, über diverse Spitalneubauten zu entscheiden. Knapp eine Milliarde Franken soll investiert werden.

Herbert Huser wohnt über Altstätten mit Blick zum Alpenrhein, zeigt aufs Spital direkt unter ihm. Das Spital soll für 85 Millionen Franken erneuert und erweitert werden. Huser ist dagegen. Er ist auch gegen die Erneuerung und Erweiterung des Spitals Grabs talaufwärts für 137 Millionen. Huser ist Architekt. Er will die beiden Spitäler schliessen und umnutzen, als Gesundheits- oder Alterszentren, stattdessen ein neues Schwerpunktspital mitten im Rheintal bauen. Flexibel, mit optimaler Grösse, effizientem, günstigem Betrieb, erst noch mit geringeren Baukosten. Zur Auswahl stellt er Grundstücke in Haag, Kriessern, Rüthi, Sennwald, Oberriet.

Herbert Husers Vorschläge wanken je länger, je mehr. Anfang Jahr noch frohlockend, trotzte er den Vorschlägen der St. Galler Regierung. Doch bald darauf kam das böse Erwachen, und alles hat sich in Luft aufgelöst. Die gepriesenen Bauplätze sind nicht vorhanden, und auch sonst sind seine Argumente auf Sand gebaut.

Wir brauchen kein Zentrumsspital im Rheintal, das das Kantonsspital in St. Gallen konkurrenziert und mit dem die Patientenkosten teurer wären als in den Regionalspitälern. Mit den Neubauten in Altstätten und Grabs haben wir eine sehr gute regionale Versorgung und sind trotzdem eng mit dem Kantonsspital in St. Gallen verbunden. Auch muss der Bürger wissen, dass für jeden Patienten, der sich ausserhalb vom Wohnkanton behandeln lässt, der Kanton St. Gallen 55% der Kosten leisten muss – Kosten, die in andere Kantone bezahlt werden müssen.

Es ist leicht, immer gegen alles zu sein und selber keine fassbaren Vorschläge zu bringen. Am wenigstens verstehe ich, dass Politiker aus dem Werdenberg sich gegen eine solche hervorragende Patientenversorgung wehren können. Auch um der Abwanderung der Spitzenärzte und dem Pflegepersonal Einhalt zu gebieten, sollten wir dem Vorschlag der Regierung mit Ja zustimmen.

Christian Bicker, alt Kantonsrat SVP, 9472 Grabs