Spezialisten mit teurer Software

ST. GALLEN/REGION. Diebe sind bezüglich ihrer Einsatzgebiete flexibel und überqueren dabei auch Landesgrenzen.

Thomas Schwizer
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ST. GALLEN/REGION. Diebe sind bezüglich ihrer Einsatzgebiete flexibel und überqueren dabei auch Landesgrenzen. Die auffallende Zunahme von Autoeinbrüchen und gar Autodiebstählen durch abgefangene Schlüssel-Funksignale in Liechtenstein erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass diese Technik von Dieben auch im Kanton St. Gallen angewendet wird.

Aktuell verzeichnet die Kantonspolizei St. Gallen keine konkreten derartigen Fälle, wie deren Sprecher Gian Andrea Rezzoli auf Anfrage sagt. «Diese Methode ist uns aber bekannt», bestätigt er. Die Täter seien Spezialisten, die mit entsprechender, teurer Software ausgerüstet seien. Es gebe Diebesbanden, die mit Hilfe dieser Technik auf Bestellung ihrer «Kunden» gezielt teure Autos stehlen, die mit der «Keyless Go»-Technik ausgerüstet sind.

Wenn ein Auto dank den gestohlenen Funksignalen entwendet oder «aufgebrochen» wird, um daraus Wertsachen zu entwenden, stellt sich die Frage nach Beweisen für diese Vorgehensart. Werde ein gestohlenes Auto gefunden, dann könnten die Ermittlungsspezialisten dessen Steuergerät auswerten – und zum Beispiel herausfinden, wann es in Betrieb genommen worden ist. Wenn der Besitzer des Autos noch alle Schlüssel vorlegen kann, dann sei ein Diebstahl wahrscheinlich, so Rezzoli.

Beim Diebstahl von Wertsachen aus dem Auto sei es schwieriger nachzuweisen, ob es nicht abgeschlossen war oder mit «gestohlenen» Funksignalen geöffnet wurde. «Hier braucht es dann zusätzliche Ermittlungen und Abklärungen», sagt der Sprecher der Kantonspolizei.