SPEED-BADMINTON: Sieg an den Swiss Open

Für einen Exploit sorgten die Grabser Anja Grässli und Emanuel Meier. Die beiden Spieler der Rheintal-Speeders setzten sich in der Kategorie Mixed mit bloss einem einzigen Satzverlust klar durch.

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An den Swiss Open gewannen die Rheintal-Speeders Anja Grässli und Emanuel Meier ihren ersten grossen gemeinsamen Titel. (Bild: PD)

An den Swiss Open gewannen die Rheintal-Speeders Anja Grässli und Emanuel Meier ihren ersten grossen gemeinsamen Titel. (Bild: PD)

Die Swiss Open, die dieses Jahr in Rohr bei Aarau zur Austragung kamen, sind neben den Schweizer Meisterschaften das wichtigste und grösste Turnier im Jahr. Kein Wunder also, war das Teilnehmerfeld sehr gut besetzt, mit vielen Schweizer Topspielern. So waren auch in der Sparte Mixed zahlreiche Akteure mit von der Partie, die bereits in Buchs an den nationalen Titelkämpfen mitmachten. Gewechselt haben allenfalls die Doppelpartner, was der Stärke des Ta­bleaus aber keinen Abbruch tat. Umso bedeutender ist es also, wenn man sich in diesem Feld durchsetzt, so wie es die beiden Rheintal-Speeders Anja Grässli und Emanuel Meier am Sonntag getan haben.

Nur im Halbfinalspiel einen Satz abgegeben

Ohne Satzverlust meisterte das Grabser Duo die Gruppenspiele souverän. Auf ihrem Weg in den Halbfinal bezwangen Grässli/Meier unter anderen die Ü50-Weltmeister 2017 Regina Ströbel und Uwe Schraub aus Deutschland klar mit 16:10, 16:9. Auf mehr Gegenwehr mussten sich die beiden gegen Nadine Herzog und Andreas Wölner-Hanssen (beide Jumping Speeders Basel) einstellen. Prompt resultierte in diesem Spiel ein Satzverlust, den Finaleinzug liessen sich die Rheintal-Speeders aber nicht nehmen. Hier warteten Claudine Boyer (Luzern) und Martin Schenker (Grischa Speeders) auf Grässli/Meier.

Das Grabser Duo harmonierte auch im Endspiel bestens. «Wir konnten unsere Taktik praktisch während des ganzen Finals durchziehen», sagt Meier. Die wichtigen Punkte erzielten er und Grässli, als Boyer vorne stand. «So konnte ich sie mit meinen Smashs unter Druck setzen.» Weiter hob Emanuel Meier die Mischung aus Offensiv- und Defensivspiel hervor und lobt seine Partnerin: «Anja konnte stets mit langen Bällen befreien und ich mit präzisen Smashs punkten. Ebenfalls sahen wir die Bälle früh, wenn sie ins Aus flogen.» Zudem profitierte man von unerzwungenen Fehlern des Gegners. Nachdem Grässli/Meier schon den ersten Satz knapp mit 16:14 gewonnen haben, mussten sie auch im zweiten Durchgang viel arbeiten, kämpfen, aber auch mentale Stärke zeigen. Denn die Rheintal-Speeders lagen zwischenzeitlich 5:10 und 7:11 zurück, schafften es aber, auf 12:12 auszugleichen. Beim Stand von 14:15 schaffte es Meier sogar, mit einem As einen Satzball abzuwehren. Kurze Zeit später durften Anja Grässli und Emanuel Meier einen 18:16-Satzsieg und einen 2:0-Erfolg im Final bejubeln.

Grässlis Fortschritte und Meiers Racketwechsel

«Für mich war es nach den beiden Schweizer-Meister-Titeln im Einzel und Mixed der dritte grosse Titel in diesem Jahr», freut sich Meier. An den nationalen Titelkämpfen in Buchs spielte er noch mit Ilva Gerber zusammen und bezwang im Final, wie jetzt an den Swiss Open, das Duo Boyer/Schenker. Auch im Doppel der Herren glänzte Meier. Mit Andreas Wölner-Hanssen wurde er Dritter. Den ersten Titel überhaupt heimste in Rohr Anja Grässli ein. «Dass es jetzt auch mit Anja geklappt hat, hat mit den enormen Fortschritten ihrerseits zu tun», lobt Meier, für den der Swiss-Open-Sieg, obwohl man sich Chancen ausgerechnet hat, dennoch überraschend kam. «Dass es letztlich geklappt hat, ist natürlich grandios», hält der Grabser fest. Für ihn gibt es für den Triumph einen weiteren Grund: Kürzlich nahm er einen Racketwechsel vor – welch ein glückliches Händchen. (wo)