SP mit Leidenschaft zu den Zielen

Am Neujahrsempfang der SP Werdenberg am 6. Januar referierte der St. Galler Ständerat Paul Rechsteiner. Die Genossinnen und Genossen freuten sich, dass Katrin Glaus-Wyrsch (Sevelen) für den Nationalrat kandidieren will.

Reto Neurauter
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Politisches Schwergewicht und die Neue: SP-Ständerat Paul Rechsteiner leistet am Neujahrsempfang der SP Werdenberg in Buchs der Nationalratskandidatin Katrin Glaus-Wyrsch wertvolle Starthilfe. (Bild: Reto Neurauter)

Politisches Schwergewicht und die Neue: SP-Ständerat Paul Rechsteiner leistet am Neujahrsempfang der SP Werdenberg in Buchs der Nationalratskandidatin Katrin Glaus-Wyrsch wertvolle Starthilfe. (Bild: Reto Neurauter)

BUCHS. Der Kampfeswille sei ungebrochen, aber ohne Leidenschaft ist in der Politik kein Staat zu machen, sagt Barbara Gähwiler, Präsidentin der SP Werdenberg, am Dienstagabend im «Buchserhof», wo sich erfreulich viele Genossinnen und Genossen eingefunden hatten. Um gemeinsam das neue politische Jahr zu begrüssen, bei Znacht und Musik von Wolfgang Vetsch (Buchs) und Wolfgang Nipp (Balzers), die mit bekannten und unbekannteren Popsongs in eigener Façon unterhielten.

Gähwiler forderte, dass das politische Feuer und die Leidenschaft nie erlöschen und für Taten einheizen sollen. «Die Leidenschaft gibt uns die Kraft, für unsere Ideen und Ideale zu kämpfen, sich für sozial Schwächere einzusetzen.» Und das brauche es in dieser Zeit immer mehr, stünden doch nicht nur Wahlen auf allen Ebenen an, sondern auch Sachgeschäfte und politische Vorgänge rund um den Erdball, auf die man ein wachsames Auge habe müsse.

Fundamentales steht an

Einer mit viel Leidenschaft sei auch Paul Rechsteiner, so Gähwiler. Der SP-Ständerat freute sich denn auch, sein politisches Jahr im Kanton St. Gallen in Buchs zu starten. «In diesem Jahr werden entscheidende Weichen gestellt, gepaart mit grossen Herausforderungen», mahnte er. Er sprach von fundamentalen Wahlen – nicht nur für Bern. Er freute sich, dass dank elf SP-Vertretern und zwei Grünen speziell im Ständerat neue Richtungen möglich wurden, «aber auch im Nationalrat sorgen die Linken für Veränderungen». Da müsse man dranbleiben.

Dranbleiben wollen SP und der Schweizerische Gewerkschaftsbund auch bei den Löhnen, den AHV-Renten und der Entlastung bei den Krankenkassenprämien. Einen besonderen Schwerpunkt brauche es bei den Berufsleuten mit Lehre, so Rechsteiner, «die Lehre muss sich lohnen, überhaupt, aber vor allem auch beim Lohn».

Fehlentwicklungen korrigieren

Noch ungleicher als bei den Löhnen ist die Einkommensentwicklung im Rentenalter. In der angelaufenen Rentenreform «Altersvorsorge 2020» müssten deshalb die AHV-Renten wieder verbessert werden. «Die AHV-Renten sind die Basis der Altersvorsorge für die grosse Mehrheit der Bevölkerung mit unteren und mittleren Einkommen», mahnte Rechsteiner, der zudem von einer besonders bedenklichen Rolle spricht, was die Prämienentwicklung in der Krankenversicherung betreffe, «weil es sich dabei um das zentrale einkommens- und gesundheitspolitische Thema der kommenden Jahre handelt.» Längerfristig sind einkommensabhängige Krankenkassenprämien anzustreben, wie es zu einer Sozialversicherung gehören würde. «Der soziale Kompass ist der Schweiz in den letzten zwanzig Jahren abhanden gekommen. Es ist Zeit, die Fehlentwicklungen zu korrigieren», fordert der SP-Ständerat unmissverständlich.