Sorgen um die kleine Steinbock-Kolonie am Speer

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Obertoggenburg SVP-Kantonsrätin Marianne Steiner aus Kaltbrunn macht sich Sorgen um den Fortbestand der Steinbock-Kolonie am Speer (Gemeinden Ebnat-Kappel und Nesslau). Die Kantonsregierung hat kürzlich entschieden, dort keine Steinböcke mehr auszusetzen. Gemäss einer Zählung der Wildhut leben noch vier ältere Steinböcke und eine Steingeiss im Gebiet Speer-Mattstock, eine Kolonie dieser Grösse ist nicht überlebensfähig, für ein langfristiges Überleben ist gemäss Fachleuten eine minimale Population von 100 Tieren nötig.

Für einen mittelfristigen Erhalt müssten immer wieder Geissen und Böcke aus anderen Kolonien ausgesetzt werden. Die erhoffte natürliche Zuwanderung aus anderen Steinbockkolonien fand nie statt. Marianne Steiner ortet einen Grund für den Rückgang in der zunehmenden Präsenz des Luchses. Sie fordert die Regierung auf, ihre Haltung zu überdenken und den Luchsbestand (heute rund 30 Tiere) auf den Stand bei der Wiederansiedlung vor zehn Jahren zu bringen; damals wurden zwölf Tiere gezählt. Der Kantonsregierung wird im politischen Vorstoss vorgeschlagen, die Zukunft der Population am Speer mit Geld und Ressourcen zu fördern, so, wie es bei der Wiederansiedlung des Luchses auch gewesen sei. «Es kann doch nicht sein, dass x-Millionen Steuergelder für den Luchs eingesetzt werden und unsere einheimische Steinbock-Kolonie aussterben soll. Dazu schlägt sie beispielsweise vor, Steinböcke aus dem Alpstein ins Speergebiet umzusiedeln. (ab)