SOMMERSERIE: Armut und Prunk liegen nahe beieinander

Auf ihrer Indien-Reise hat Ingrid Eggenberger aus Sevelen ein wahres Kontrastprogramm erlebt. Sie ist von der Pracht des Landes ebenso beeindruckt wie von den unschönen Seiten.

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Typisches Bild in indischen Städten: buntes Treiben und Handel auf der Strasse, die Wohnqualität lässt zu wünschen übrig. (Bild: PD)

Typisches Bild in indischen Städten: buntes Treiben und Handel auf der Strasse, die Wohnqualität lässt zu wünschen übrig. (Bild: PD)

Im Herbst 2014 bereiste Ingrid Eggenberger mit einer Gruppe ­jenes Land, das punkto Bevölkerungszahl drauf und dran ist, ­China an der Spitze abzulösen. Sie lernte den Prunk kennen, sah die Attraktionen von Delhi, aber auch das Taj Mahal in Agra. Doch statt dem Tourismusstrom auf der Suche nach immer schöneren Sehenswürdigkeiten zu folgen, hat sie auch hinter die malerischen Fassaden Indiens geblickt. Sie sah Menschen, die Abfall einsammeln, Menschen ohne Arme und Beine und zahlreiche Kinder, die keine Zukunft haben. Das Leben der Vertreter der untersten Kaste des Landes zu sehen, stimmt nach­denklich. «Es ist ihr Schicksal, sie nehmen es an», erklärt die Sevelerin. Es bleibt ihnen auch nicht anderes übrig. Die Menschen der höheren Kasten interessieren sich nicht für deren Lage und ­sehen keinen Grund, die Armut zu tilgen. (kuc)5