Solarstrom für das Waisenheim

«Solidarität für eine Welt» – Grabs-Buchs-Sevelen unterstützt dieses Jahr den Bau einer Solaranlage für das Kinderheim St. Paul in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, das die Geschwister Schumacher seit Jahren begleiten.

Hanspeter Thurnherr
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Bereits 2014 wurde eine Solarpumpe für die Wasserversorgung der Farm installiert (Bild). Nun soll das Heim mit Solarstrom versorgt werden. (Bild: pd)

Bereits 2014 wurde eine Solarpumpe für die Wasserversorgung der Farm installiert (Bild). Nun soll das Heim mit Solarstrom versorgt werden. (Bild: pd)

REGION. «Was isch das für a Liechtli? Was isch das für an Schii?»

Die Frage aus einem Kinderlied zur Chlausenzeit werden sich bald wohl auch die Kinder im «St. Paul» stellen. Denn mit dem Erlös aus dem diesjährigen Projekt von «Solidarität für eine Welt» werden Solarpanels zur Stromversorgung installiert. Heute fehlt gelegentlich das Geld, um rechtzeitig die Stromrechnung zu bezahlen, nachdem der Strompreis innert zwei Jahren um über 50 Prozent (!) gestiegen ist. Da ist es nicht einfach, immer sofort die Rechnung zu bezahlen. So kann es vorkommen, dass dem Heim ohne Vorwarnung der Strom abgestellt wird. Die Konsequenz: Kein Licht im Heim, Computer laufen nicht, und die Pumpe der eigenen Wasserversorgung liefert kein Wasser mehr.

Nebst Strom auch Warmwasser

Mit der eigenen Solarstromanlage werden nicht nur diese Probleme der Vergangenheit angehören. Zusätzlich wird das «St. Paul», welches rund 60 Waisenkindern ein Zuhause bietet, auch über Warmwasser verfügen. Denn in Nairobi, auf über 1600 Metern über Meer, kann es in den Nächten recht kühl werden. Da ist eine warme Dusche willkommen.

Um Bedarfsspitzen oder schwächere Produktionszeiten überbrücken zu können, werden auch Batterien zur Speicherung ins System integriert. Weiter soll allfälliger Überschuss-Strom ins Netz eingespiesen werden. Verhandlungen über die Stromabnahme mit den Behörden laufen. Gleichzeitig mit der Installation der Solaranlage werden die alten elektrischen Installationen erneuert.

Das Kinderheim St. Paul wird seit 2006 von den drei Geschwistern Linus, Lydia und Albin Schumacher (Grabs/Wangs) unterstützt. Im Jahr 2011 gründeten sie den Verein «Kinderheim St. Paul», um die Unterstützung auf eine langfristige Basis zu stellen. Unter anderem zahlt der Verein zwei Drittel der Löhne für die Nannys, Farmer und Köchinnen, hat aber auch Projekte wie die Wasserversorgung, Bau von Ställen oder den Ankauf von Farmland mit Spenden finanziert.

Breite Ausbildung garantiert

Die Kinder erhalten nämlich nebst schulischer Ausbildung auch Kenntnisse in land- und hauswirtschaftlichen Arbeiten. Viele Kinder lebten vorher jahrelang auf den Strassen von Nairobi, ohne Bezug zu Haus- oder Gartenarbeiten.

Weitere Informationen gibt es am Samstag, 5. Dezember, am Klaus- und Weihnachtsmarkt in Grabs sowie in den vom Chor Contigo mitgestalteten Gottesdiensten am Samstag/Sonntag 5./6. Dezember. Das Opfer wird zugunsten der Aktion aufgenommen.