So fährt es sich leicht über Wasser

Die Abschlussklasse der Polymechaniker und Konstrukteure mit Berufsmatura des Berufs- und Weiterbildungszentrums Buchs haben eigene Luftkissenfahrzeuge entwickelt und vorgestellt.

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Die Polymechaniker und Konstrukteure durchliefen Schritt für Schritt die Phasen des Projekts und entwickelten eigene Luftkissenfahrzeuge. (Bild: pd)

Die Polymechaniker und Konstrukteure durchliefen Schritt für Schritt die Phasen des Projekts und entwickelten eigene Luftkissenfahrzeuge. (Bild: pd)

BUCHS. Die Abschlussklasse der Polymechaniker und Konstrukteure mit Berufsmatura des Berufs- und Weiterbildungszentrums Buchs bzb haben gemäss Lehrplan ein bereichübergreifendes Abschlussprojekt durchgeführt. Die Klasse entwickelte eigene Hovercrafts. Die Luftkissenfahrzeuge wurden an einem Präsentationsabend vorgestellt.

Mühelos über Stock und Stein

Jeweils in Fünfergruppen übten sich die BMS-Absolventen in Recherchieren, Konstruieren, Fertigen und Montieren. Ein Luftkissenfahrzeug oder Hovercraft gleitet auf einem Luftpolster und kann mühelos über Wasser oder Stock und Stein schweben. In der Theorie ist dies einfach zu verstehen. Die drei Teams steckten sich ein zusätzliches hohes Ziel. Es sollte kein Modell entstehen, sondern ein richtiges Einmanngefährt.

Mit einem Budget von nur 1000 Franken, aber sehr hilfsbereiten Lehrbetrieben und enorm viel Fleiss kann vieles erreicht werden. Durch mehrere Versuche an Modellen wurden die unterschiedlichen Ideen auf ihre Tauglichkeit getestet. Gelingt der Transfer vom Modell zum realen Gerät? Die beiden begleitenden Lehrpersonen Ruben Sutter und Markus Schmidhauser erwähnten zur Begrüssung der Gäste anlässlich der Präsentation denn auch, dass die Selbstverantwortung und die Anwendung, das Zusammenführen des Gelernten aus den verschiedenen Fächern die eigentlichen Lernziele dieses Projektes waren.

Die Gefährte in Aktion

In der Aula des bzb präsentierte die Klasse den Werdegang ihres Projektes. Die Evaluation der Motoren wurde ebenso erklärt wie auch die vielen Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt. Wie teilt man das Budget ein, woher besorgt man sich den Motor, wie kann stabil und doch sehr leicht gebaut werden? Lehrbuchmässig wurden Schritt um Schritt die Phasen eines Projektes durchlaufen und jedes Detailproblem abgearbeitet und gelöst. Mit einer Rückblende auf das Gelernte zeigten die Teams die Verbesserungsmöglichkeiten für spätere Arbeiten auf. Zum Schluss wurden die vielen Eindrücke mit gelungenen Videoproduktionen zusammengefasst. Diese Art des Unterrichts ist nur dank Unterstützung der Lehrbetriebe in Form von Beratungen und grosszügigen Materialspenden überhaupt möglich.

Danach ging's aufs Feld. Bei schönstem Wetter und ohrenbetäubendem Lärm konnten die zahlreichen Gäste die Gefährte in Aktion bestaunen. Die Wasserflächen auf dem bzb-Areal verwirbelten sich zu Dunst, und der dadurch entstandene Regenbogen krönte die Vorführung. Beim anschliessenden Apéro wurde viel – sehr viel – gefachsimpelt. (pd)

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