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SKICROSS: Die grossen Finals erreichen

Die Olympischen Spiele im südkoreanischen Pyeongchang überstrahlen in dieser Wintersaison alles. Doch ausschliesslich darauf dürfe man nicht fokussiert sein, so Jonas Lenherr. Der Gamser geht lieber kleine Schritte und will wieder unter die ersten vier fahren.
Robert Kucera
Spezifisches Krafttraining: An diesem Gerät werden jene Muskeln gestählt, die Jonas Lenherr für den so wichtigen explosiven Start benötigt. (Bild: Robert Kucera)

Spezifisches Krafttraining: An diesem Gerät werden jene Muskeln gestählt, die Jonas Lenherr für den so wichtigen explosiven Start benötigt. (Bild: Robert Kucera)

Robert Kucera

robert.kucera@wundo.ch

«Es war eine gute Saison», resümiert Jonas Lenherr, wenn er an die Rennen des letzten Winters denkt. Doch gut ist eben nicht gut genug. «Es reichte nie für ganz nach vorne.» Und genau dorthin will der Gamser zurück. Vor zwei Jahren gewann er sein erstes Weltcuprennen, dazu kommt ein weiterer Podestplatz. Die Saison 2016/17 dagegen war geprägt von Halbfinalqualifikationen, aber am Ende, gleich viermal, musste Lenherr mit der Teilnahme am kleinen Final vorliebnehmen. Dasselbe ist ihm auch an der Weltmeisterschaft passiert. Das Erreichen des grossen Finals, unter die ersten vier zu kommen und mit rasanter Geschwindigkeit ums Podest zu fahren – darauf ist Lenherr fixiert.

Kaum zu glauben: Sogar die Olympischen Spiele verblassen neben diesem Ziel, das sich der 28-Jährige in den Kopf gesetzt hat. «Richtig über Olympia nachdenken werde ich, wenn es so weit ist», sagt er unbeeindruckt. «Ich will in jedem einzelnen Rennen, bei dem ich an den Start gehe, mein Bestes geben und will einfach in den grossen Final.» Im Wissen, dass das Erreichen des primären Ziels das Ticket nach Pyeongchang darstellt.

«Eine Medaille zu holen, das wäre cool»

So stark wie das Schweizer Team aufgestellt ist, garantiert wohl nur ein Weltcuppodestplatz die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen. Was Jonas Lenherr aber durchaus behagt. Ihm ist es lieber, sich in einem starken Team durchsetzen zu müssen. «Du weisst, die anderen schlafen auch nicht, jeder will dahin und es hat nur vier Plätze. Doch mich motiviert das mehr.» Und wenn schon Olympia, dann richtig: «Wenn ich schon gehen darf, dann will ich die Gewissheit haben, dass ich gewinnen kann.» Genau dies spricht für die Skicrossnation Schweiz. Egal wer sich für die Spiele in Pyeongchang qualifiziert – er zählt sogleich zu den Favoriten. «Jeder Schweizer ist fähig, eine Medaille zu holen», sagt Lenherr, der nun tatsächlich Fahrt aufnimmt und Olympia als Ziel der Ziele zulässt. «Eine Medaille zu holen, das wäre cool, das ist von jedem das Ziel», teilt er seine Gedanken kurz mit, ehe er wieder ernst wird: «Aber den Weg dorthin darf man nicht vergessen.»

Diesen Weg ist Jonas Lenherr konsequent gegangen. Die Kraft- und Konditionstrainings sowie viele Schneetage liefen reibungslos ab. Der Gamser darf mit der Gewissheit in die Saison starten, dass er alles gemacht hat, was nötig war. «Das ist es, was mir ein gutes Gefühl gibt.» Um den Athleten noch mehr positive Empfindungen zu geben, hat sich Swiss Ski in der Vorbereitungszeit etwas Spezielles ausgedacht. Man baute den Starthang von Pyeongchang nach und übte fleissig darauf. «Ein grosser Vorteil», hält Lenherr fest. Wieso das so ist, erklärt er wie folgt: «Wenn man den Start noch nie gemacht hat, braucht es Überwindung. Denn beim Start geht es im freien Fall runter in eine Kompression und wieder rauf.»

Mit jedem Start an Sicherheit zugelegt

Selbst gestandene Männer wie Jonas Lenherr fahren in den ersten zwei Durchgängen «einfach mal runter» und warten gespannt darauf, was passiert. Die Kompression zu stehen ist dabei die erste Herausforderung, den zweiten Hügel hochzukommen, um das Rennen fortzusetzen, die nächste. Beim dritten Versuch ist Lenherr dann hochgekommen und ab da galt: «Je öfter man den Start macht, desto sicherer fühlt man sich. Und wenn man sich erst mal wohlfühlt, kann man auch richtig attackieren.» Wichtig aus seiner Sicht ist, dass dieser Start nichts mehr Neues darstellt, das Erlebte ist gespeichert. Ebenso die Olympia-Strecke, die man in der vorletzten Saison absolviert hat. «Technisch schwierig, aber nicht besonders schnell. Es hat Spass gemacht, hier zu fahren, und ich habe ein gutes Gefühl.»

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