Sinnvolle und nachhaltige Weiterentwicklung

Die Qualität von Betreuung und Begleitung sei zentral, Mitarbeitende sollen wo möglich in Entscheide einbezogen werden, die Hausbewohner sollen sich daheim fühlen. Das sagt die neue Leiterin des Haus Wieden.

Thomas Schwizer
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Ludwig Altenburger (Betriebskommissionspräsident), Domenika Schnider Neuweiler und Peter Hofmann (Leiter a. i. Haus Wieden). (Bild: PD)

Ludwig Altenburger (Betriebskommissionspräsident), Domenika Schnider Neuweiler und Peter Hofmann (Leiter a. i. Haus Wieden). (Bild: PD)

In der Stellenausschreibung für die Heimleitung des Haus Wieden wurden folgende Punkte speziell erwähnt: Mitarbeitende in die Entscheidungen einbeziehen, die Heimbewohnerinnen und -bewohner qualitativ hochstehend betreuen und beraten. Zudem sollte die künftige Heimleitung eine kommunikative Persönlichkeit mit positiver und besonnener Art sein. Nach Überzeugung des Stadtrates erfüllt Domenika Schnider (siehe Kasten) diese Voraussetzungen, weshalb er sie gewählt hat.

«Motivierte Mitarbeitende und positive Stimmung»

Vom W&O auf diese Ausschreibungskriterien angesprochen, gibt die neue Heimleiterin, die ihre Arbeit in Buchs am 16. Januar 2017 aufnehmen wird, Einblick in ihre Führungsphilosophie: Sie will die Mitarbeitenden wo immer möglich mit einbeziehen, denn alle müssten zusammen am gleichen Strick in die gleiche Richtung ziehen. Gemeinsame Ziele müssten auch gemeinsam angestrebt werden. Eine positive und offene Kommunikation sei dabei sehr wichtig, vor allem wenn ein Entscheid nicht für alle gleich nachvollziehbar sei.

Als sie die ersten Male als für die Mitarbeitenden unbekannter Gast ins Haus Wieden gekommen sei, habe sie gleich Freundlichkeit erfahren und sich sehr willkommen gefühlt. Bei ersten Gesprächen mit Kaderleuten habe sie sehr engagierte und motivierte Mitarbeitende und eine positive Stimmung erlebt, freut sich Domenika Schnider auf ihre neue Aufgabe als Heimleiterin im Haus Wieden.

Sie habe mitbekommen, dass 2014 die Stimmung offenbar nicht so gut gewesen sei, sagt sie auf Nachfrage des W&O. In jeder Firma gebe es ein Auf und Ab. Gerade nach einer nicht so einfachen Zeit sei es wesentlich, nach vorne zu schauen, sich auf Positives zu konzentrieren und daran zu arbeiten, betont Domenika Schnider. «Unser Ziel darf es aber nicht nur sein, dass die Mitarbeitenden es gut haben», fügt sie bei.

«Im Haus Wieden daheim fühlen»

«Unsere wichtigste Daseinsberechtigung ist es, eine hohe Qualität in der Betreuung und Begleitung der Hausbewohnerinnen und -bewohner und damit eine hohe Lebensqualität der Menschen in ihrer Situation sicherzustellen. «Sie sollen sich im Haus Wieden daheim fühlen, es soll ihnen hier wohl sein», betont die neue Heimleiterin. In Gesprächen, die sie mit Mitarbeitenden geführt habe, hat sie den Eindruck gewonnen, dass diese bereit sind, «motiviert mit- und weiterzuarbeiten».

Das Haus Wieden befindet sich, auch im Hinblick auf die im Jahr 2017 anstehende Zertifizierung, noch immer in einem Prozess der Umstrukturierung. Zentral sei für sie dabei, Optimierungen und Weiterentwicklungen nicht unbesehen zu vollziehen, «sondern Veränderungen zu machen, wo sie sinnvoll und nachhaltig sind», sagt Domenika Schnider.