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Sinnige, alltägliche Geschichten

Die Autoren Jens Nielsen, Gerhard Meister und Guy Krneta präsentierten im Fabriggli wortgewandt Poesie, Satire und Anekdoten. Dazu gab es auch Musik.
Auftritt im Werdenberger Kleintheater Fabriggli: Die Autoren Guy Krneta, Jens Nielsen und Gerhard Meister (von links). (Bild: Heidy Beyeler)

Auftritt im Werdenberger Kleintheater Fabriggli: Die Autoren Guy Krneta, Jens Nielsen und Gerhard Meister (von links). (Bild: Heidy Beyeler)

Die drei Stunden dauernde Soiree am Wochenende im Werdenberger Kleintheater Fabriggli war umwerfend, tiefsinnig, lustvoll, unterhaltsam, geistreich, genussvoll und vieles mehr. Um es kurz und bündig zu sagen: Es war ein eindrückliches Erlebnis. Die drei Autoren – allesamt vom Verlag Menschenverstand – beeindruckten mit ihrer Lesung. Jeder auf seine Weise, was den Abend kurzweilig erscheinen liess. Dazu beigetragen haben die beiden Musiker Ulrike Andersen, Sängerin (Alt) und Hans Adolfsen, Pianist, die öfters mal musikalisch gemeinsam unterwegs sind.

Drei neue Bücher vom Feinsten

Die drei Autoren lasen aus ihren neu erschienenen Büchern vor: «Flusspferd im Frauenbad», kleine Geschichten von Jens Nielsen; «Eine Lichtsekunde über meinem Kopf», Gedichte von Gerhard Meister und «Filetschtück», Geschichten von Guy Krneta.

In der Ankündigung wurden die drei Autoren so vorgestellt: «Sie verstehen es, dem Wort, ja der Sprache selbst, neue Orte zu zeigen. Texte, die an den festgezurrten Vorstellungen vom Leben rütteln.» Und genau das haben sie gemacht – bei Bistro-Atmosphäre im Fabriggli. Gerhard Meister und Guy Krneta – Letzterer weitherum bekannt für seine Radiosendung «Morgengeschichten» auf DRS 1, Hörspiele usw. – lasen ihre Texte in Bärndütsch, Jens Nielsen in Bühnendeutsch.

In der Pause gab es Tapas aus der renommierten Fabriggli-Küche und Zeit, um sich über das Gehörte auszutauschen. Das Publikum war schon in der Halbzeit vollends begeistert. Man war neugierig darauf, was die fünf Künstler nach der Pause noch bieten könnten.

Mit Vollgas in die zweite Runde

Mit möglichen und unmöglichen Geschichten erheiterten die Autoren das Publikum. In der zweiten Runde wurde denn auch viel gelacht. Jens Nilsen verstand es, mit knappen Worten eine amüsante, unglaubliche Geschichte zu erzählen. Er kann aber auch erzählen und beendet dabei jeweils den Satz nicht, so dass der Zuhörer beziehungsweise der Leser sich selber Gedanken machen muss, was Nilsen zu sagen beabsichtigt. Damit hält er die interessierten Leser oder Zuhörenden am Ball.

Gerhard Meister machte sich abstruse, aber auch sehr interessante Gedanken über das Leben hinaus – hin zum Übergang nach dem Tod. Er stellt sich die Frage: «Gibt es ein Bewusstsein ohne Gehirn, wenn der Körper schon verbrannt ist oder in der Erde verfault?»

«Und gäng guet schnufe.» Ein Gedicht, das eine meditative Situation darstellt, besonders, wenn das Gesprochene mit Klavierklängen – vorgetragen von Hans Adolfson – unterlegt wird, präsentierte Guy Krneta. Wer – damit sind alle Kreaturen der Welt inklusive der Menschen gemeint –«gäng guet schnuft», wird die Sichtweise der Welt verändern, eine Welt, in der es allen gut geht. So zumindest vermittelt der Autor das, was sich Menschen von meditativer Heilkunst versprechen.

Die Autoren von «Dreierlei» im Fabriggli hinterlassen Erinnerungen an einen besonderen, einzigartigen Abend, der bei den Gästen sehr gut ankam. (bey)

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