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Sinngebendes Gespräch

Sechs Gemeinden am Alpenrhein beschreiten seit zehn Jahren gemeinsame Wege, damit auch etwas bewegt wird. Am Mittwoch trafen sich 45 Vertreter in Sax zum Kaminfeuergespräch.
Heidy Beyeler

SAX. Christoph Tinner, Gemeinderat Sennwald, konnte im «Schlössli 45 Vertreter aus Politik, Natur, Umwelt, Forst und Behördenvertreter aus Vorarlberg, Liechtenstein und der Schweiz beim Kaminfeuergespräch begrüssen. Die Gemeinde Sennwald wählte für dieses Gespräch das Thema «Naturvielfalt in der Dreiländerregion – Strategien und Umsetzungsbeispiele». Ein Thema, das auf grosses Interesse stiess.

Kontakte über die Grenzen

Christoph Tinner erinnerte daran, dass die Kaminfeuergespräche vor allem dazu dienen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern, zu praktizieren und zu leben. «Das ist uns bis jetzt sehr gut gelungen.» Und so erzählte er den Anwesenden, dass in der Gemeinde Sennwald schon seit Jahrhunderten grenzüberschreitende Kontakte eine Rolle spielten. Angefangen mit Philipp von Hohensax, der das «Schlössli» in Sax bauen liess und jetzt als Mumie in der Leichenhalle der reformierten Kirche Sennwald aufgebahrt ist.

Im Namen der Kommission «Bewegung und Begegnung» begrüsste Moderator Beni Heeb, die Gäste mit folgendem Reim im typischen Rheintaler Dialekt: «Wie diea von una noch oben chon, wenn diea von denne do übera chond, wenn dia vo ussa ia chond, denn isch Bewegig im Tal.» Und mit den Worten «jetzt tauchen wir in die Naturvielfalt hinein», forderte Heeb die Referentin Christiane Machold, Umwelt und Klimaschutz, Land Vorarlberg, auf, über die «Naturvielfalt in den Gemeinden Vorarlbergs» zu berichten.

Vorarlberg hat gute Karten

Die Teilnehmer aus Liechtenstein und der Schweiz staunten über die enorme Unterstützung, die der Vorarlberger Bevölkerung zum Thema Naturvielfalt von Seiten der Behörden zuteil wird. Dort gibt es verschiedene Projekte wie Förderung von Naturgärten rund um Industriebauten und vieles mehr. Auf der Schweizer Seite ging ein Raunen durch die Reihen – bis klar wurde, dass die Österreicher von der EU grosszügig unterstützt werden.

Ausweitung der Aktivitäten

Oliver Müller, Landesverwaltung, Amt für Umweltschutz, Fürstentum Liechtenstein bot Einblick in den 5. Nationalen Bericht zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt im Fürstentum Liechtenstein. Gute Beispiele sind die Renaturierungen von Gewässern. Die Biodiversität sei allerdings in Gefahr. Es brauche klare Strategien, Ressourcen und politischen Willen, um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen, konkludierte Beni Heeb.

Als Dritter in der Referentenrunde zeigte Ignaz Hugentobler, Verein Pro Riet Rheintal, anhand von eindrücklichen Bildern, wie schön sich Landschaft und Natur entwickeln können – wenn man sie vor unnötigen Eingriffen schützt und dadurch Lebensräume für Fauna und Flora schaffen kann. Deshalb beabsichtigt der Verein Pro Riet Rheintal, sein Tätigkeitsgebiet am Alpenrhein bis ins Sarganserland auszudehnen. Erfahrungen sollen mit Institutionen und Vereinen vor Ort ausgetauscht werden – immer im Sinn von Naturschutz, Lebensraumgestaltung und Lebensraumerhaltung.

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