Sie sind nicht auf dem Holzweg

32 Schreinerlehrlinge und 16 Schreinerpraktiker schlossen ihre Lehre erfolgreich ab. Über ein Viertel von ihnen schafften die Note 5 und höher. Bester Schreiner im Kanton ist Gerry Kuratli, Nesslau, mit der Note 5,5.

Heidy Beyeler
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Die erfolgreichen Schreiner und Schreinerpraktiker aus dem Werdenberg mit dem Toggenburger Gerry Kuratli aus Nesslau (Fünfter von links), der im Kanton St. Gallen die beste Abschlussprüfung schaffte. (Bild: Heidy Beyeler)

Die erfolgreichen Schreiner und Schreinerpraktiker aus dem Werdenberg mit dem Toggenburger Gerry Kuratli aus Nesslau (Fünfter von links), der im Kanton St. Gallen die beste Abschlussprüfung schaffte. (Bild: Heidy Beyeler)

BUCHS. Weit über 200 Personen begleiteten die erfolgreichen Schreiner und Schreinerpraktiker zur Abschlussfeier. Der Lichthof vom bzb war voll besetzt, als Cornelius Jäger, Präsident des Verbandes Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten Sarganserland-Werdenberg, die Feier eröffnete. Die überdurchschnittlich guten Noten zeugten von einem guten und motivierten Einsatz der jungen Berufsleute. Aber auch die Ausbildner – sei es an der Berufsschule oder in der Praxis im Lehrbetrieb – hätten es verstanden, die Lernenden zu unterstützen und ihnen die Freude am Schreinerberuf zu vermitteln.

Das war an der Feierlichkeit vom Mittwochabend spürbar. Mit einem gewissen Stolz nahmen die frisch erkorenen Berufsleute ihre Ausweise entgegen.

Eberesche, Tanne und Weide

In seiner Ansprache ging Rektor Beni Heeb – passend zum Schreinerberuf – auf das keltische Baumhoroskop ein. Als Beispiel wählte der Redner die Eberesche, welche für das Feinfühlige steht; der Tanne schrieb er das Geheimnisvolle zu, und die Weide strahle das Schöne aus. Mit dem väterlichen Rat: «Nehmen Sie von jeder der drei gewählten Baumarten etwas mit auf den Weg.

Von der Eberesche die Lebenslust und die Leidenschaft, von der Weide das Verträumte und den Sinn für das Schöne und von der Tanne die Bescheidenheit und die Zuverlässigkeit. Das sind Eigenschaften, die auch erfolgreiche Schreiner ausmachen.»

Der Schreinerberuf ist ein äusserst vielseitiges, anspruchsvolles Handwerk, deshalb freute es Cornelius Jäger besonders, dass an der Lehrabschlussprüfung sehr gut gearbeitet wurde, wie er betonte. Schreiner sei gleichzeitig ein kreativer und handwerklicher Beruf, um nicht zu vergessen, dass er zu den ältesten Handwerksberufen überhaupt gehöre, wie der Verband der Schreinermeister in einer Broschüre festhält. Schon vor unserer Zeitrechnung hätten Ägypter Möbelstücke aus Holz gefertigt, sie hätten damals spezifische Kenntnisse in der Verarbeitung von Holz besessen.

Sportlerin motivierte

Bereits im 12. Jahrhundert waren spezielle Personengruppen für die Holzverarbeitung zuständig. Will sagen, die Schreiner sind nicht auf dem hölzigen Weg – der Beruf hat eine lange Tradition, bei der heutzutage modernste Mittel zum Einsatz gelangen.

An sich selber glauben

Frisch, froh und frei berichtete Christa Jäger, erfolgreiche Langlauf-Sportlerin aus Vättis (Bronzemedaille Junioren-Weltmeisterschaft), über ihren Erfolg und wie sie dazu kam. Manchmal gebe es auch Tiefs, dann müsse man sich selber motivieren und an sich selber glauben, meinte sie zuversichtlich. Zu den Prioritäten in ihrer Karriere sagte sie: «Wenn ihr ein Ziel gesetzt habt, dann verfolgt dieses.» Ziele müsse man aber hoch setzen, wenn man das nicht mache, dann komme man auch nie an das gewünschte Ziel. «Und wenn man Erfolg hat, dann ist es wichtig, dass man ihn auch feiert und geniesst, wie heute, wo ihr den Lehrabschluss erfolgreich geschafft habt.»

Musikalisch wurden die Feierlichkeiten mit virtuosen Klängen der Geigenspielerin Scarlett Stocker aus Sargans umrahmt. Im Anschluss an den offiziellen Teil genossen rund 200 Personen in der Mensa des bzb ein genussreiches Festessen.

Absolventen aus dem W&O-Gebiet Schreiner EFZ: Dutler Sarah, Sevelen, Spitz AG, Sevelen; Gabathuler Jan, Weite, Leuzinger Schreinerei, Weite; Grässli Adrian, Grabs, Gebr. Tischhauser AG, Buchs; Heeb Mathias, Rüthi, Mätzler Urs, Berneck; Schiefer Mario Michael, Frümsen, Dütschler AG, Salez, Note 5,1; Teuscher Simon, Sargans, Bärtsch Otto, Trübbach, Note 5,1, BMS; Zogg Anna, Grabserberg, Fredi Frick, Vaduz, Note 5,1; Kuratli Gerry, Nesslau, Neue Creaform AG, Krummenau, Note 5,5. Schreinerpraktiker EBA: Mavmudoski Denis, Heerbrugg, Bernhof-Vetsch AG, Frümsen; Salvadé Rino, Buchs, Müntener & Vetsch AG, Buchs; Ullrich Andrin, Mastrils, Johanneum, Neu St. Johann; Brassel Tamara, Altstätten, Vetsch Hch. AG, Grabs, Note 5.

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