Seveler Landwirte wehren sich

Landwirte aus Sevelen kritisieren den gemeinderätlichen Hinweis, dass sie, wo möglich, auf lärmende Arbeiten nachts und am Wochenende verzichten sollen. Sie hoffen auf Toleranz von Seiten der Bürgerschaft.

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SEVELEN. «Nicht die passende Entscheidung für die Kommunikation»: Das ist das Urteil von zwölf Seveler Landwirten in einem Leserbrief im heutigen W&O. Sie nehmen darin Stellung zu offiziellen Ausführungen des Gemeinderates vom Samstag, 22. August. Sie hätten erwartet, dass zuvor die angekündigte Informations- und Diskussionsrunde des Rates mit den Landwirten stattgefunden hätte.

Der Gemeinderat hatte geschrieben, dass Fussgänger und Radfahrer teilweise wegen grosser landwirtschaftlicher Gefährte auf den Feldwegen in die Wiesen abgedrängt werden. Zudem würden Feldwege durch die mechanischen Geräte teils verschmutzt und schlimmstenfalls beschädigt. Auch wies er darauf hin, dass für Arbeiten nachts und an Sonn- und Feiertagen Ruhezeiten gelten.

Die Landwirte halten dazu fest, dass das Bewässern aus guten Gründen in den Nachtstunden erfolge, und die gemeinsame Nutzung teurer Maschinen bringe teilweise auch aussergewöhnliche Einsatzzeiten mit sich.

Gemeindepräsident Roland Ledergerber versteht den Text des Gemeinderates als anständigen Appell an die gegenseitige Toleranz und Rücksichtnahme. In diesem Sommer habe es auffallend viele Reklamationen gegeben. Lasse sich Nachtarbeit nicht vermeiden, so sei eine Information der Nachbarn empfehlenswert, nennt er ein Beispiel. Die öffentliche Mitteilung sei jetzt erfolgt, da die Bevölkerung sich im schönen Spätsommer noch draussen aufhalte.

Im angekündigten Gespräch nehme man die Anliegen der Landwirte gerne auf, kündigt Ledergerber an. (ts) ? LOKAL 15