Seveler Gemeinderat kommt auf den Standortentscheid zurück

SEVELEN. Gross war die Aufregung nach der Bürgerversammlung vom 25. März. Der Gemeinderat hatte damals bekanntgegeben, er habe den Standortentscheid für ein neues Betagtenheim gefällt, und zwar zugunsten der Liegenschaft Drei Könige.

Heini Schwendener
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SEVELEN. Gross war die Aufregung nach der Bürgerversammlung vom 25. März. Der Gemeinderat hatte damals bekanntgegeben, er habe den Standortentscheid für ein neues Betagtenheim gefällt, und zwar zugunsten der Liegenschaft Drei Könige. In den anschliessenden Diskussionen wurde schnell klar, dass der früher vom Gemeinderat favorisierte Standort im Stampf allenthalben ausser Rang und Traktanden gefallen war. Also Drei Könige oder Gärbi/Zinslihof? Darauf wollte sich aber noch kaum jemand festlegen. Zu dürftig seien die Ergebnisse der vom Gemeinderat in Auftrag gegebenen Standortevaluation und zu gering der Abstand zwischen diesen beiden Standorten in der Rangierung.

Zwei Standorte sind im Rennen

Der Gemeinderat trägt der Stimmung in der Bevölkerung Rechnung, indem er auf seinen Standortentscheid zurückkommt. Dies schreibt er in seinen jüngsten Ratsmitteilungen. Konkret heisst dies, der Gemeinderat wird für die beiden Standorte Zinslihof und Drei Könige je eine Machbarkeitsstudie durch ein Planungsbüro erarbeiten lassen. Die Variante Stampf wird dagegen definitiv nicht mehr weiterverfolgt.

Zudem werden die Rahmenbedingungen aufgelistet, welche nicht unmittelbar den Betagtenheim-Bau betreffen, die aber trotzdem wichtig sind. So beispielsweise die Auswirkungen am Standort Drei Könige auf den Gemeindesaal und am Standort Zinslihof auf den Werkhof. An einer Vernehmlassungsveranstaltung wird danach die Bürgerschaft über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien und der weiteren Abklärungen informiert und eingeladen, dazu Stellung zu nehmen.

Abstimmung noch dieses Jahr

Im Anschluss daran werde ein Gutachten erarbeitet mit dem Ziel, dass noch in diesem Jahr die Abstimmung zum Standort durchgeführt werden könne, teilte der Gemeinderat weiter mit. Danach soll dann das Vorprojekt am gewählten Standort konkretisiert werden.

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