SEVELEN/WINTERTHUR: Bei Autoneum Sevelen läuft es rund

Mit 370 Mitarbeitenden gehört das Autoneum-Werk in Sevelen zu den grössten Arbeitgebern der Region. Es arbeitet profitabel, ebenso der Mutterkonzern.

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Autoneum mit Hauptsitz in Winterthur hat im Geschäftsjahr 2016 bei Umsatz und Profitabilität neue Höchstwerte erreicht. Die Ebit-Marge stieg vor Sondereffekten um 0,6 auf 8,2 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Der Konzerngewinn verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr auf 133,8 Mio. Franken. Begründet wird dies mit opera­tiven Verbesserungen und dem Gewinn aus dem Verkauf eines Werks in Chicago.

In Westeuropa verzeichnete Autoneum ein deutliches Wachstum. Die fast vollständige Auslastung der Produktionskapazitäten, eine hohe Materialeffizienz, sehr tiefe Ausschussraten, niedrige Einkaufspreise und eine rigorose Kostenkontrolle führten dazu, dass das Ebit hier um fast einen Drittel auf 58,7 Mio. Franken gesteigert werden konnte.

Die Auftragslage im Produktionsstandort in Sevelen war im vergangenen Jahr sehr zufriedenstellend, hält Mediensprecherin Anahid Rickmann auf Anfrage des W&O fest. Dank guter Auftragslage und hoher Auslastung habe sich hier der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht. Hier werden leichtgewichtige Unterböden aus Ultra Silent und lärmreduzierende Hitzeschilder produziert, unter anderem für deutsche Premium­hersteller. Im vergangenen Jahr hat dieses Werk auch einen Neuauftrag von Volvo erhalten. Im Produktionswerk und Entwicklungszentrum in Sevelen arbeiten rund 370 Mitarbeitende, deren Zahl stabil bleibt. Derzeit werden hier laut Rickmann gar Mitarbeitende gesucht für die Produktion und den Bereich Qualitätssicherung und Instandhaltung.

Schweizerische Stärken am Standort Sevelen

Auch die Erwartungen im laufenden Geschäftsjahr für das Werk Sevelen, den einzigen Autoneum-Produktionsstandort in der Schweiz, sind laut der Mediensprecherin gut.

Eine Herausforderung werden die erwarteten Preissteigerungen beim Rohmaterial bilden. Rickmann erläutert: «Für die Produktion in Sevelen sind unter anderem die Preise für Aluminium und Öl sehr wichtig. Ebenso relevant sind die Wechsel­kurse. Für Autoneum bedeutet ein starker Franken eine ent­sprechend niedrigerere Profitabili­tät des Schweizer Werks aufgrund der Belieferung von Kunden im Euro-Raum.» Dank kontinuier­lichen Effizienzsteigerungen sei Sevelen 2016 profitabel geblieben. «Sollte der Franken-Euro-Kurs wider zur Parität tendieren, müssten zusätzliche Massnahmen zur Sicherung der Profi­tabilität evaluiert werden», ergänzt sie.

Rickmann stellt zudem fest, dass Autoneum in Sevelen zusätzlich die Stärken des Produktionsstandortes Schweiz nutze. Dazu zählen zum Beispiel ein hohes Qualitätsniveau der Mitar­beiter und ein regionales und überregionales Lieferantennetzwerk mit grossem Know-how.

Thomas Schwizer