SEVELEN/RANS: «Pause ohne kämpfen und beleidigen»

Die Schülerinnen und Schüler der Primarschule Gadretsch in Rans pflanzten am Montag einen Apfelbaum beim Schulhaus. Die Aktion soll die Gemeinschaft stärken.

Mengia Albertin
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Für das Pflanzen und erstmalige Tränken des Symbols der Projektwoche, eines Apfelbaums, kommen die Schüler im Schulhaus Gadretsch ­zusammen. (Bild: Mengia Albertin)

Für das Pflanzen und erstmalige Tränken des Symbols der Projektwoche, eines Apfelbaums, kommen die Schüler im Schulhaus Gadretsch ­zusammen. (Bild: Mengia Albertin)

Mengia Albertin

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Nach dem Abschluss der Umbauten des Ranser Schulhauses im Herbst und im Rahmen der Projektwoche zum Thema «Gemeinschaft» wurde in der Schule Gadretsch am Montagnachmittag zusammen ein Apfelbaum gesetzt. Anwesend waren die Schulratspräsidentin Esther Hagmann, der Schulleiter des Schulhauses Hansjürg Vorburger und die Lehrpersonen, Schüler und Schülerinnen.

Die Gemeinschaft sei an Schulen immer wichtig, sagte ­Esther Hagmann zum Projekt. Sowohl zwischen den Schülern als auch unter den Lehrern und zwischen den Schülern und Lehrern. Eine Pflanze müsse wie eine Gemeinschaft gehegt und gepflegt werden. Sie brauche Wasser, Licht und Erde, damit sie dann Früchte tragen könne. Deshalb passe der Apfelbaum optimal zu der Projektwoche der Schulen in Sevelen. Denn dort dreht sich alles um die Frage, «Wie gehen wir miteinander um?». Drei Tage beschäftigen sich Lehrer, Schüler und Kindergartenkinder damit. Dabei werden zum Beispiel zusammen Bilder zum Thema gemacht, Steine gesammelt und bemalt, Regeln zusammengetragen, ein Znünibuffet zubereitet oder ein Fussballmatch veranstaltet. Ebenfalls sollen sich die Schüler zusammen zu einem grossen «Peace-Zeichen» auf den Pausenplatz legen. Ziel der Projektwoche ist es, den positiven Umgang untereinander zu stärken. Dies wird zum Beispiel mit den sogenannten «Göttiklassen» geübt. Dabei helfen sich jeweils zwei Klassen, anstehende Konflikte zu lösen.

Apfelschorle zur Erfrischung

Die Schüler pflanzten den Apfelbaum am Montagnachmittag im Rahmen dieser Projektwoche zusammen. Danach gab es für alle eine Apfelschorle. Auch wurden dazu Lieder zu Frieden und Gemeinschaft gesungen. Es gab aber einiges Gezanke darum, wer jetzt nun was machen darf. «Zum Wachstum gehören eben auch Konflikte. So wird etwas gelernt», sagt Esther Hagmann dazu.

Leonie Hardegger aus der 3. Klasse des Schulhauses Rans sagt zum Thema Gemeinschaft: «Für mich ist es wichtig, dass alle miteinander umgehen können, dass niemand beleidigt wird und wir in den Pausen zusammen spielen.» Adriano Dalla Valle aus der 4. Klasse sieht es ähnlich: «Ich finde es gut, wenn wir nicht kämpfen und fluchen, sondern zusammen friedlich etwas machen. Zum Beispiel, dass die Kindergartenkinder in der Pause mit uns Fussball spielen dürfen.»

Bereits jetzt befinden sich am Bäumchen kleine Äpfel. In gut drei bis vier Jahren sollte der ­Apfelbaum die ersten richtigen Äpfel haben. Manchmal braucht es seine Zeit, bis etwas Früchte trägt.

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