SEVELEN: Unterhaltung ganz ohne Elektronik

Beim Jodelklub Alvier gehört ein dreiteiliger Unterhaltungsabend zur Tradition: Jodellieder, Theater und Tanz sowie gemütliches Beisammensein.

Adi Lippuner
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Der Jodelklub Alvier singt den «Beichle-Jutz», untermalt von Talerschwingern. (Bilder: Adi Lippuner)

Der Jodelklub Alvier singt den «Beichle-Jutz», untermalt von Talerschwingern. (Bilder: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

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Wer Jodellieder hören will, freut sich auf Klassiker von Adolf Stähli oder Franz Stadelmann. Diese Erwartungen wurden am Samstagabend im Seveler Gemeindesaal erfüllt. Gleich zum Auftakt erfüllten die Klänge des «Beichle-Jutz» von Franz Stadelmann, ein Jodel begleitet von Talerschwingen, den Raum. Dann ging’s Schlag auf Schlag: Dirigent Timo Allemann hat mit den Sängern und Jodlerinnen des Jodelklubs Alvier Lieder von Werner J. Huber, «De Handbueb», «An liebe Gedanke» von Silvia Bürgi und von Adolf Stähli, «Mis Edelwys», einstudiert.

Durchs Programm führte Martin Keller und für die musikalische Unterhaltung waren die Lutere Buebe aus Ennetbühl zuständig.

Vorbereitung aufs «Eidgenössische»

Als Besonderheit wurden zwei Jodellieder von Timo Allemann extra für «seinen Chor» bearbeitet und der passende Schmuck zu «Mis Edelwyss» stammt aus den eigenen Reihen. Pius Bless und Thomas Lenherr haben Edelweisse aus Arvenholz geschnitzt, welche die Darbietungen optisch untermalten. Nicht zu vergessen das vom Jodelklub neu einstudierte Lied «Es schöns Daheim» von Ueli Moor. Mit dieser Darbietung wollen die Seveler am Eidgenössischen Jodlerfest in Brig, dieses findet vom 22. bis 25. Juni in der Oberwalliser Metropole statt, punkten. Wie Martin Keller ausführte, ist es das dritte Lied des Komponisten Ueli Moor, welches ins Repertoire aufgenommen wurde.

Der aus St. Stephan im Berner Oberland stammende Komponist versteht es, sinnliche Jodellieder zu schreiben, die nicht nur im eigenen Umfeld, sondern in der ganzen Deutschschweiz gerne gesungen werden.

Das Lied «Es schöns Daheim», wurde im Jahr 2007, aus Anlass des 60-jährigen Bestehens von Ueli Moors Stammklub, dem Jodlerklub St. Stephan, als Widmung an seine Jodelkameraden aufgeführt.

Die Verantwortlichen des Jodelklubs warteten aber auch mit Überraschungen, die nicht im Programm standen, auf. So sangen die Jodlerinnen Sandra Zogg und Astrid Eggenberger, zusammen mit Jodler Thomas Lenherr im Trio und Tanja Bless trat mit Thomas Lenherr im Duett auf.

Zu einem Unterhaltungsabend gehört auch eine Tombola. Damit die Besucher das Glück versuchen können, wird jeweils die Pause für den Losverkauf genutzt. Gleichzeitig erfolgt auf der Bühne der Umbau fürs Theater. Dieses Jahr hat die Truppe das Lustspiel in zwei Akten von Carmelo Pesenti «Kompiuutermord uf em Puurehoof», Regie Margrit und Peter Stricker, einstudiert.

Die Sache mit dem Computer

Was tun, wenn es um die Finanzen auf dem Hof nicht zum Besten steht? Bauer Peter Hafner (Hanspeter Stricker) wird, gegen den Willen seiner Frau Gisela (Claire Müller), von der Verkäuferin Josephine Meier (Margrit Peter) zur Anschaffung eines Computers überredet. Dieser soll die Magd Babet (Manuela Gabathuler) und Jöggu, den immer hungrigen Knecht (Fritz Freuler) einsparen. Dass die beiden Angestellten keine Lust haben, ihre Stelle zu wechseln wird rasch deutlich. Sie sind es dann auch, die für zahlreiche Lacher und letztlich den «Kompiuutermord» sorgen.

Die Jodlerunterhaltung mit Theater und Tanzmusik kann am kommenden Samstag, 1. April, nochmals im Seveler Gemeindesaal und eine Woche später, am Samstag, 8. April, im «Hirschen»-Saal, Weite, genossen werden.