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SEVELEN: SP Sevelen: Den Kampf um Solidarität und Gerechtigkeit weiterführen

Mit viel Polit-Prominenz, einem historischen Vortrag, einem musikalischen Rahmprogramm und einem Apéro riche feierte die SP am Freitag ihren 100. Geburtstag. Es wurde aber nicht nur gefeiert, es gab auch politische Appelle an die Parteimitglieder.
Die Präsidentin der SP Sevelen, Pia Linke (Mitte), konnte an der Jubiläumsfeier Regierungsrätin Heidi Hanselmann und Ständerat Paul Rechsteiner begrüssen. (Bild: Heini Schwendener)

Die Präsidentin der SP Sevelen, Pia Linke (Mitte), konnte an der Jubiläumsfeier Regierungsrätin Heidi Hanselmann und Ständerat Paul Rechsteiner begrüssen. (Bild: Heini Schwendener)

Heini Schwendener

Am 9. März 1918 wurde in der «Traube» die Sektion Sevelen der Sozialdemokratischen Partei gegründet. Die «Traube» gibt es nicht mehr, die Ortspartei hingegen schon. Und so feierte sie am Freitagabend – auf den Tag genau – im Gemeindesaal ihr 100-Jahr-Jubiläum. Das Fest wurde zum Stelldichein von rund 50 Genossinnen und Genossen aus Sevelen und dem ganzen Werdenberg. Über diesen zahlreichen Aufmarsch zeigte sich Pia Linke, die Präsidentin der SP Sevelen, sehr erfreut.

«Es ist schön, sind so viele engagierte Leute hier» – ehemalige, amtierende und künftige Amtsträger und Politikerinnen, so Pia Linke. Sie erinnerte an die Gründung der SP vor 100 Jahren, die innert weniger Monate bereits 60 Mitglieder zählte.

Politische Schwergewichte gratulieren

Gemeindepräsident Roland Ledergerber, in Begleitung fast des gesamten Gemeinderates und der Gemeinderatsschreiberin, überbrachte die Grüsse und Glückwünsche der Behörde und der Gemeinde. Ein «biblisches Alter» habe die SP nun erreicht, sagte Ledergerber. Nie sei sie von ihrer Beharrlichkeit und ihrem Glauben an die eigene Stärke abgewichen. Stets sei die SP für soziale Gerechtigkeit und für die Schwachen eingestanden. Er sei zwar parteilos und eigentlich stünden ihm die Bürgerlichen näher, sagte der Gemeindepräsident, doch «die Bürgerlichen machen mir die Arbeit schwerer als die SP.»

Voller Stolz konnte Pia Linke danach zwei politische Schwergewichte ankünden, die den Sevelern ihre Ehre erwiesen: SP-Regierungsrätin Heidi Hanselmann und SP-Ständerat Paul Rechsteiner. Heidi Hanselmann lobte die Präsenz des Gemeinderates an dieser Feier, «früher wäre so etwas undenkbar gewesen», so die Regierungsrätin, «SP-Mitglieder erlebten in den Anfängen viele Anfeindungen.» Vor 100 Jahren sei in Sevelen ein kleines Flämmchen gezündet worden von Leuten, die sich für eine gerechtere Welt einsetzten. Heute, 100 Jahre voller geduldiger Arbeit später, gebe es dieses Flämmchen noch immer. «Vieles haben wir inzwischen erreicht, aber ebenso Vieles steht noch an.» Die Regierungsrätin appellierte an die Genossinnen und Genossen, den Kampf um Solidarität, Chancengleichheit und Gerechtigkeit nie einzustellen.

Werdenberg als SP-Hochburg

Ständerat Paul Rechsteiner lobte das Werdenberg als eine Hochburg der SP im Kanton. Immer wieder hätten die Werdenberger grosse Politiker gestellt, «und auch der Aufbruch der Frauen in der Partei sei im Werdenberg besonders augenfällig geworden und habe ihren Höhepunkt in der langjährigen Grabser Nationalrätin Hildegard Fässler erreicht. Rechsteiner ging in der Folge auf die Bedeutung des Generalstreiks ein, der für die Umsetzung sozialer Errungenschaften von zentraler Bedeutung gewesen sei. «Wir stehen ein für Chancengleichheit für alle», sagte Paul Rechsteiner, «und dies ist heute noch so wichtig wie vor 100 Jahren.»

Der in Zürich und Sevelen wohnhafte Historiker Werner Hagmann nahm das Publikum im zweiten Teil der Jubiläumsfeier mit auf einen Streifzug durch die Seveler Geschichte vom ausgehenden 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Anhand von rund 100 zeitgenössischen Aufnahmen, historischer Fakten und lebhafter Anekdoten umriss er die Zeit, in der Sevelen vom Bauern- und Handwerkerdorf zum Industriestandort wurde.

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