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SEVELEN: Sevelen will Steuerfuss deutlich senken

Trotz Investitionen von gut 34 Millionen für Schulerweiterungen und Betagtenheim will der Gemeinderat den Steuerfuss von 139 auf 125 Prozent reduzieren.

Die Finanzen der Gemeinde Sevelen sind kerngesund. Das Nettovermögen beträgt Ende 2018 gemäss Budget noch 9,1 Millionen Franken bzw. 1807 Franken pro Kopf. Doch in den kommenden Jahren wird sich das ändern. Das zeigen der Investitions- und Finanzplan 2018 bis 2022.

Wegen anstehenden Gross-investitionen wird bis 2022 aus dem Nettovermögen eine Nettoschuld von 13 Millionen bzw. 2500 Franken pro Kopf. Das entspreche einer durchschnittlichen Verschuldung, schreibt Gemeindepräsident Roland Ledergerber in seinem Bericht zum Budget 2018. Über das Budget wird die Bürgerversammlung vom 28. November entscheiden.

Der Finanzplan 2018–2022 basiert auf einem Steuerfuss von neu 125 Prozent – das sind 14 Prozent weniger als im laufenden Jahr. Für 2018 führt dies im Vergleich zur Rechnung 2016 zu Mindererträgen von 887000 Franken. Dem stehen Mehreinnahmen von 865000 Franken aus dem Finanzausgleich gegenüber. Der Gemeindepräsident erklärt auf Anfrage, dies basiere auf Zahlen von 2014/15, weil der Finanzausgleich sich immer «verspätet» auswirke.

Die Ergebnisse aus den letzten sieben Jahren zeigten, «dass wir mehr Steuern eingezogen haben als letztlich notwenig gewesen wäre», sagt Ledergerber. Ohne Sondereffekte habe die Rechnung der Gemeinde Sevelen stets 1 Million besser abgeschlossen als budgetiert. Das wird gemäss Hochrechnung auch im Jahr 2017 so sein. Insgesamt seien die Zahlen laut Finanzplan das Worst-Case-Szenario, sagt der Gemeindepräsident. Sevelen könne sich die Steuersenkung für die nächsten Jahre leisten. Ziel sei es, die Steuerkraft erhöhen zu können, und dafür sei der Steuerfuss ein Faktor.

Neben der Investition für das neue Betagtenheim taucht im Investitions- und Finanzplan für 2019 bis 2020 neu die Summe von gut 13 Millionen Franken auf. Eine Erweiterung der Schulanlagen sei dringend, sagt Roland Ledergerber auf Anfrage des W&O. Die Schülerzahlen würden, auch wegen Zuzügen, schneller steigen als erwartet. Vor allem im Oberstufenzentrum Galstramm würden alle einigermassen zumutbaren Räume für Unterricht etc. genutzt. Auch wenn die Bürger Ja sagen zum Projektierungskredit von 650000 Franken, der im Budget 2018 ausführlich begründet ist, dauere es im besten Fall zwei bis drei Jahre bis zur Realisierung. Deshalb sei hier der Zeitdruck gross.

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

Bürgerversammlung der Gemeinde Sevelen: 28. November, 20.00 Uhr, Gemeindesaal

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