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SEVELEN: Schmerzlicher Abschied steht bevor

Markus Disch, Leiter des Altersheims Gärbi, hat auf Ende März gekündigt. Ihm macht vor allem zu schaffen, dass das Neubauprojekt auch fünfeinhalb Jahre nach seinem Stellenantritt noch nicht weitergediehen ist.
Heini Schwendener
Markus Disch hat im Altersheim Gärbi die Gastgeberkultur geprägt. (Bild: Heini Schwendener)

Markus Disch hat im Altersheim Gärbi die Gastgeberkultur geprägt. (Bild: Heini Schwendener)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Gross war die Freude bei Markus Disch, als er vor fünfeinhalb Jahren die Leitung des Altersheims Gärbi übernahm. Da war nämlich einerseits die neue Aufgabe, die auf ihn zukam. Andererseits war es die Perspektive eines neuen Betagtenheims, das in der Agenda der Politischen Gemeinde Sevelen höchste Priorität genoss. Genau diese Perspektive war es, die Markus Disch aus Landquart damals bewog, sich in Sevelen für diese verantwortungsvolle Stelle zu bewerben.

Die Gastgeberkultur geprägt

Disch hat den Zuschlag erhalten und mit seinen damals rund 40 Jahren frischen Wind in den Betrieb gebracht. Er war es, der den Begriff «Gast» einführte. Bisher war die Rede von Bewohnerinnen und Bewohnern. «Das tönt für mich etwas unpersönlich, die Leute leben hier und bezahlen ihre Miete», sagt Markus Disch. Und so wurden die Bewohnerinnen und Bewohnern zu Gästen im Altersheim Gärbi. Nebst einer professionellen Pflege und Betreuung ist für ihn wichtig, dass der betagte Mensch als Gast im Zentrum steht. «Man liest ihnen die Wünsche fast von den Lippen ab», so Disch.

Er selber und sein Team sind die Gastgeber der betagten Mitmenschen. «Wir behandeln unsere Gäste so, wie auch wir selbst als Gäste behandelt werden möchten», sagt der Heimleiter.

In seiner Amtszeit hat er ein Qualitätsmanagement eingeführt, die elektronische Personalplanung und die Mitarbeitergespräche. «Ich lebe für diesen Job», sagt Disch voller Überzeugung. Und er betont auch, dass es gut läuft im Gärbi. Warum also die Kündigung per Ende März?

Da kommt wieder der geplante Neubau eines Betagtenheims in Sevelen ins Spiel. Das Projekt hatte bisher schon etliche Hindernisse zu meistern. So etwa die Standortfrage. Bis sie schliesslich geklärt war, zogen Jahre ins Land. Als es danach endlich vorwärts zu gehen schien, kam der Bruch mit dem Architekturbüro, welches das Siegerprojekt erarbeitet hat (der W&O berichtete).

Markus Disch ging über die Bücher und zog letztlich eine ernüchternde Bilanz: «Über den Daumen gepeilt dauert es weitere vier Jahre, bis ein neues Betagtenheim realisiert ist.» Das sei für ihn eine zu lange Zeit ohne Perspektive. «So etwas fördert die Demotivation», sagt Markus Disch, «dem will ich durch meine Kündigung zuvorkommen. Ausserdem bin ich nun 47 Jahre alt, das ist ein guter Zeitpunkt für einen Schnitt in der beruflichen Karriere.»

Er hat diesen Schnitt nun gemacht, im Wissen, «dass er mir noch weh tun wird, denn das Haus, das Team und unsere Gäste sind mir ans Herz gewachsen. Ich habe eine schöne Zeit erlebt und auch selber viel profitiert.»

In den Mitteilungen des Seveler Gemeinderates heisst es: «Gerne hätten wir mit Markus Disch das Altersheim Gärbi in den künftigen Neubau überführt. Wir bedauern seinen Entscheid, danken ihm für seine gute Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.»

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